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Region Berlin

Die rotarische Familie forstet auf

Region Berlin - Die rotarische Familie forstet auf
Rotaracter während der vom Gesundheitsamt genehmigten Aktion © Karin Stammer

Eigentlich wollten 140 Rotarier aus sieben Clubs, Freundinnen eines Inner-Wheel-Clubs, Rotaracter, Schüler und Lehrer sowie Mitarbeiter der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gemeinsam Bäume pflanzen...

Joachim Wilisch01.12.2020

...aber durften es nicht. Zumindest nicht in großer Runde. Wegen Corona hatte das Gesundheitsamt Barnim nur die Hälfte an Personen für die Aktion zugelassen, die Teilnehmeranzahl musste massiv reduziert werden. Nun trafen sich also nur noch 70 willige Baumpflanzer in einem Waldstück bei Basdorf, um im Rahmen eines Waldumbauprojekts in bunt gemischten Dreierteams kleine Bäumchen unter das Dach großer Laubbäume zu setzen.

Ersatzpflanzung für bereits geschädigte Bäume

Die gemeinsame, bereits im Frühjahr vom Rotary Club Berlin-Brücke der Einheit unter der Leitung von Caroline Schmidt-Lucke, Clubpräsident Stephan Kösling und dem Geschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Felix Müller sowie Revierförster Thomas Schulz geplante Aktion soll ein erster Anfang zum Erhalt der Wälder in der Region sein, die aufgrund des Klimawandels leiden und bereits geschädigt sind. Das Ziel ist, einen strapazierfähigen und gesunden Mischwald aufzuziehen.

Gute Gelegenheiten für gegenseitiges Kennenlernen

Zunächst statteten sich die Teams mit Spaten und 50 Eichensetzlingen aus und marschierten dann gemeinsam in den vom Förster zugewiesenen Abschnitt zum Einpflanzen. Während des Grabens von Vertiefungen unter hohen Bäumen – natürlich unter Einhaltung der Coronaregeln – lernten sich in den kleinen Teams viele kennen, die sonst kaum Kontakt haben.

„Wir dachten, es wird komisch. Aber es war geil!“

„Insgesamt 1600 Setzlinge sind gepflanzt“, bilanzierte der Förster gegen Mittag und gab den Startschuss für das Verputzen der von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald organisierten Lunchpakete.

Die Teilnehmer – deutlich mehr als die Hälfte waren Rotaracter und Schüler – gingen mit nachhaltigen Eindrücken nach Hause. Hier einige Kommentare: „Mit einem beseelten Lächeln sind alle aus dem Wald gekommen“ – „Das war toll“ – „Kann ich beim nächsten Mal wieder dabei sein?“ – „Ich wusste nicht, dass das so leicht ist und ich das kann“ – „Erst haben wir gedacht, das wird komisch und dann war es nur geil“.

Die Planung für eine vergleichbare Aktion im nächsten Frühjahr steht schon in den Startlöchern — mit hoffentlich ähnlich hohem Enthusiasmus aus der rotarischen Familie und gleichstarker Beteiligung aus den Schulen im Raum Berlin.

Karin Stammer und Norbert Lux