Distrikt 1870

Mülheim/Ruhr - Es gibt keinen Königsweg  für die Reise in die Zukunft

Gov. Alois Serwaty erläutert seine Thesen zur Zukunft Rotarys

01.07.2015

Mülheim/Ruhr

Es gibt keinen Königsweg für die Reise in die Zukunft

Hartmut Bigalke

Vieles muss auf den Prüfstand: Struktur, Organisation, Verfahrensregelungen, auch manches „rotarische Gehabe“

wohin geht die Reise? Dies war das Grundthema eines Symposiums im Distrikt 1870 unter Leitung des Governors Alois Serwaty am 25. April an der Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim/Ruhr. Über 100 Rotarierinnen und Rotarier waren dem Angebot des Distrikts gefolgt, grundlegende Fragen für ein „Rotary im 21. Jahrhundert“ zu erörtern – auch aus dem Nachbardistrikt 1810. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Es gibt keinen Königsweg. Grundlegend wird sein, ein Bewusstsein für diese Entwicklungen und die Bereitschaft für Veränderungen in den Clubs zu wecken. Dafür wollte der Governor Impulse setzen.

Auch der demografische Wandel bietet eine Zukunftschance, und Rotary kann davon profitieren. Wir brauchen ein Drei-Generationen-Modell: Rotary muss für die jüngere Generation attraktiv bleiben – oder werden, die mittlere Generation muss bereit sein, Verantwortung zu übernehmen, und wir müssen die Ressourcen der älteren Generation nutzen. Jede Generation muss ihre Rolle im Club finden. Dies heißt aber auch, dass die ältere Generation nicht zum Blockierer notwendiger Veränderungsprozesse werden darf.

Generation Y: Die jungen Rotarier müssen im Club einen Teil ihrer Träume verwirklichen können, sonst gehen sie – oder kommen erst gar nicht. Rotary muss ihnen eine Sinndimension erschließen, ihnen das Erleben sozialen Engagements ermöglichen. Damit muss sich Mitgliedschaft zukünftig nicht so sehr am gesellschaftlichen Status, sondern an der funktionellen Wirksamkeit ausrichten.

 

Keine Denkverbote


Aber nicht nur theoretische Aspekte für ein Rotary im 21. Jahrhundert wurden erörtert. Aus zwei Workshops ging eine Reihe konkreter Handlungsempfehlungen hervor, wie zum Beispiel modifizierte Meetingformen. An Ideen fehlt es nicht. Sie müssen nur aufgegriffen und in den Clubs diskutiert werden – ohne Denkverbote. Es muss vieles auf den Prüfstand: Struktur, Organisation, Verfahrensregelungen, auch manches „rotarische Gehabe“, ohne deshalb in zeitgeistige Beliebigkeit oder Stillosigkeit zu verfallen.


„„Was auch immer Rotary für uns persönlich bedeutet, die Welt wird Rotary daran messen, was wir bewirken.“ Mit diesem Zitat von Paul Harris als Maßstab für unser rotarisches Verständnis und Handeln appellierte der Governor an die Teilnehmer, eine „Gründergeneration“ für ein Rotary im 21. Jahrhundert zu werden.

Info: www.rotary1870.de/RotarySymposium

Alois Servaty,

Gov. Distrikt 1870

 

Erschienen in Rotary Magazin 7/2015

Hartmut Bigalke
Hartmut Bigalke ist Journalist mit 40 Jahren Erfahrung als Redakteur mit vielfältigen Führungsaufgaben bei großen Regionalzeitungen, u. a. Westfälische Nachrichten und Schwäbische Zeitung. Seit 2006 ist er Journalist im Ruhestand, seit 2009 Distriktberichterstatter für den Rotary-Distrikt 1870.

Rotary Magazin 12/2016

Rotary Magazin Heft 12/2016

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