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Marburg/Stadtallendorf

Hilfe für die Tafeln in Marburg und Stadtallendorf

Marburg/Stadtallendorf - Hilfe für die Tafeln in Marburg und Stadtallendorf
Scheckübergabe auf Abstand: Clubpräsident Björn Gemmer überreicht für die Rotary Clubs einen Scheck in Höhe von 13.000 Euro an die Vorsitzende der Marburger Tafel Rita Vaupel. © Nadine Weigel, Oberhessische Presse

Rotarier helfen den Tafeln mit 13.000 Euro durch den Corona-Notbetrieb.

Christian Kaiser12.05.2020

Wegen der Corona-Pandemie ist es der Marburger Tafel nicht möglich, ohne Hilfe den Betrieb aufrecht zu erhalten. Denn mit der Aufnahme des Notbetriebs fallen zusätzlich höhere Kosten an – so unter anderem für ein Zelt, das dazugehörige Dixi-Klo sowie für Mundschutzmasken oder Desinfektionsmittel.

Deshalb haben die vier heimischen Rotary Clubs beschlossen, hier zu helfen. Die Clubs Marburg, Marburg-Schloss, Wetter und Stadtallendorf sind nicht nur freundschaftlich miteinander verbunden, sondern unterstützen sich auch wechselseitig bei Projekten und Veranstaltungen.

Die Rotarier haben nun mit  Unterstützung des Distriktes 1820 insgesamt 13.000 Euro an die Marburger Tafel gespendet.

"Die Tafel kümmert sich um die, die am bedürftigsten sind. Und in so einer Krise sind die am stärksten betroffen, denen es ohnehin nicht so gut geht", erläutert Björn Gemmer, Clubpräsident des RC Marburg, die Entscheidung.

Rita Vaupel, Vorsitzende der Marburger Tafel, bedankte sich für die großzügige Spende. "Ohne diese Hilfe könnten wir die momentane Situation nicht stemmen." Außer zur Deckung der Extrakosten verwendet die Tafel das Geld auch für den Kauf von Lebensmitteln, wie Nudeln, Reis und Linsen.

"Es kommen momentan auch vermehrt Menschen zu uns, die bisher noch keine Kunden sind", erläutert Vaupel die neue Lage. "Zudem ist die Zahl der Schwerbehinderten von 30 auf über 50 gestiegen. Früher haben wir diese Kunden nur alle 14 Tage bedient, nun wöchentlich. Außerdem müssen sie statt drei Euro nur noch einen Euro zahlen."

Doch nicht nur die Marburger Tafel wurde bedacht. Auch die "Kindertafel, Ausgabestelle Stadtallendorf der Marburger Tafel" profitiert mit 5.000 Euro Anteil an der Spendensumme.

Christian Kaiser

Christian Kaiser wurde 1942 in Hessen geboren, machte Abitur in Hanau. Studium der Agrarwissenschaften in Göttingen und Bonn mit Promotion. Pächter der Hessischen Staatsdomäne Kinzigheimerhof bis 2004. Öbuv. Sachverständiger. Verheiratet, zwei Kinder. Seit 1981 im RC Hanau. Präsident 1999/2000, PHF+3 und Distriktberichterstatter für D 1820.