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Dortmund

Standing Ovations für junges Orchester

Dortmund - Standing Ovations für junges Orchester
Voll konzentriert musiziert die Bläserklasse bei der feierlichen Übergabe der Instrumente – am Ende gab es stürmischen Applaus. © Thomas Meier-Vehring

Fünf Rotary Clubs spenden 92.000 Euro für Projekt „Musik macht stark“.

Thomas Meier-Vehring01.04.2020

Die Kinder haben große Pläne: „Ich möchte Rockstar werden“, so einer der begeisterten Schüler des Dortmunder Projektes „Musik macht stark“. Er wartet schon sehnsüchtig auf seine eigene Gitarre. 19 weiterführende Schulen, darunter Gymnasien, Gesamt- und Realschulen sowie eine Haupt- und eine Förderschule, erhalten in diesem Jahr Unterstützung – in Form von Musikinstrumenten, technischer Ausstattung oder eines Profi-Coachings. 

Musik-Coach von Extrabreit

Täglich im Einsatz ist ein solcher Profi am Heinrich-Heine-Gymnasium: Lars Hartmann ist Musiklehrer und als Bassist der Kult-Band „Extrabreit” regelmäßig auf großen Bühnen unterwegs. Er coacht die Rockformation der Schule und begeistert die Kinder mit seiner Faszination für Musik. Hin und weg von der Arbeit mit einem Musik-Profi ist auch Schüler Mattes: “Ein super Erlebnis“, schwärmt der junge Bassist, der am Gymnasium-an-der-Schweizer-Allee musiziert. Andere Jugendliche sind klassischer unterwegs: Sie spielen Querflöte, Klarinette oder Trompete und sind Teil des jungen Orchesters der Dortmunder Konrad-von-der-Mark-Schule. Hier fand Anfang Februar 2020 die Übergabe der Fördergelder und Instrumente statt. Rund 100 Gäste waren der Einladung der fünf Dortmunder Rotary Clubs gefolgt. Immerhin ging es um 92.000 Euro, die dem Projekt „Musik macht stark“ zugutekommen. Während sich am Anfang noch Nervosität bei den jungen Musikern breit machte, dominierten am Ende strahlende Blicke. Sie konnten eindrucksvoll beweisen, dass sich Üben auszahlt und wurden mit Standing Ovations des Publikums belohnt.

Kulturwandel durch Musik

Hinter den Dortmunder Schulprojekten stecken Streicher- und Bläserklassen ebenso wie die Musikprojekte „Lunchbreak-Singers“ oder „Everest Band“. Die Ensembles sind so vielfältig wie ihre Namen, doch ihnen allen ist gemein, dass sie Verantwortung, Rücksichtnahme und Zusammenhalt beim gemeinsamen Musizieren fördern. Hier wird Kulturwandel im wahrsten Sinne des Wortes gelebt: Jugendliche, die zuvor nie ein Konzert besucht haben, erleben jetzt, dass Ruhe und Zuhören auch etwas mit Respekt füreinander zu tun haben. 

Dortmunder Benefizkonzert

Nach der Übergabe der Instrumente ist jetzt erst einmal Zeit zum Üben. Bis Mai 2021 wird sich dann entscheiden, welche Musikprojekte beim achten Benefizkonzert gemeinsam mit den Dortmunder Philharmonikern im heimischen Konzerthaus spielen dürfen.

Nicola Leffelsend