https://rotary.de/clubs/distriktberichte/team4winners-ein-bewaehrtes-integrationsprojekt-a-11558.html
Baden-Baden/Rastatt

"Team4winners" - ein bewährtes Integrationsprojekt

Baden-Baden/Rastatt -
Vertreter der Rotary Clubs und Schüler freuen sich über das neue Angebot © RC Baden-Baden-Merkur

Sport verbindet, Sport hebt Grenzen auf - sprachliche, körperliche, soziale.
"Team 4 Winners" ein Integrationsprojekt für Flüchtlingskinder, einheimische und Kinder mit Migrationshintergrund

Peter Leinberger01.01.2018

Genau vor einem Jahr, im Rotary Magazin 1/2017, berichteten wir über das Projekt "Team4Winners" des RC Offenburg-Ortenau.  Das von diesem Club erarbeitete Konzept fördert die Integration von Flüchtlingskindern, von einheimischen Kindern und solchen mit Migrationshintergrund,  die mit der Aufnahme in den Klassenverband Probleme haben, durch zusätzliche Sportstunden. Sport verbindet, dort gibt es keine Sprachbarrieren. Dieses Konzept  ist sehr erfolgreich, wird vielfach unterstützt und ist vorbildhaft für andere Rotary Clubs.

Das Ziel der Rotary Clubs Baden-Baden, Baden-Baden-Merkur und Rastatt-Baden-Baden ist, mit Beginn des Schuljahres 2017/18 , dieses Projekt "Team4winners" auf den Landkreis Rastatt und die Stadt Baden-Baden auszuweiten und gemeinsam zu tragen. Ab diesem Schuljahr gibt es zusätzliche Sportstunden für Flüchtlingskinder und Kinder die sich schwer integrieren. Ein freiwilliges Zusatzangebot an den sich beteiligenden Schulen während der Schulzeit, vergleichbar mit einer AG.

Die Rotary Clubs haben drei Schulen gefunden, die das Projekt mit ihnen starten: Die Werkrealschule Lichtental (RC BBM), Merkurschule in Ottenau (RC RBB) und die Aloys-Schreiber-Schule Bühl (RC BB). Die Anregung zur Teilnahme am Sport geben die Schulen. Sie kontaktieren die Eltern der in Frage kommenden Schüler und stellen Räume sowie Equipment zur Verfügung. Zur professionellen Gestaltung der Sportstunden ist es den drei Rotary Clubs gelungen, qualifizierte Trainer und Übungsleiter zu finden, trotz der Uhrzeit am Nachmittag. Eine große Hilfe waren hierbei die regionalen Sportvereine, aus deren Reihen Ideen kamen und auch Übungsleiter gestellt werden. Dies ist ein tolles Engagement der Vereine, die mit der eigenen Jugendarbeit schon mehr als ausgelastet sind. Die Stunden werden individuell von den Übungsleitern gestaltet, je nach Zusammensetzung der Gruppe.

Die drei Clubs übernehmen dafür die anfallenden Honorarkosten, pro Club wird dabei von einem Volumen von rund 2000 Euro pro Schuljahr gerechnet. Auch weitere Schulen sind aufgefordert, sich zu melden,um in das Projekt aufgenommen zu werden.  Die Clubs wollen das über mehrere Schuljahre angelegte Projekt intensiv begleiten, sich immer wieder mit Trainern und Übungsleitern austauschen. Man erhofft sich  für die teilnehmenden Kinder ein wachsendes Gemeinschaftsgefühl, Teamgeist, den Aufbau von Vertrauen und das Entstehen von Freundschaften.

Die drei im Moment an der Förderung teilnehmenden Schulen haben  unterschiedliche sportliche Schwerpunkte gesetzt. In Gaggenau-Ottenau ist Handball der Schwerpunkt, Bühl bietet Anfängerschwimmkurse an und Lichtenau wird sich auch vorwiegend dem Ballsport zuwenden. Als hochkarätige Botschafter für "Team  4 Winners" fungieren die Sportidole David Molnar, Volleyballspieler in der ersten Bundesliga, Stefan Kneer, Deutscher Handballmeister und Nationalspieler, sowie der Zweitligist-Handballer Dirk Holzner, die ab und zu am Unterricht teilnehmen werden. Der Schirmherr ist Sportreporter Marcel Reif.

 

Peter Leinberger
Peter Leinberger ist Rotarier seit 1981. Präsident des RC Bruchsal-Bretten 1991/92. Studium der Pharmazie und Studium der Tiermedizin. Nach zuletzt 35 Jahren Selbständigkeit seit 2014 im Ruhestand. Noch vielseitig engagiert u.a. im Tierschutz (TVT AK 6), der Erhaltung alter Haustierrassen (G.E.H.), der Kultivierung von Kakteen (spez. winterharter) und im sozialen Bereich (Pelikan-Verein zur Unterstützung der Palliativ-Station der Rechberg-Klinik, Dr. Gaide-Stiftung). Ab Juli 2015 Berichterstatter des Distrikts 1930 für das Rotary Magazin.