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Freiburg

„Weder unmodern, noch obsolet“

Freiburg - „Weder unmodern, noch obsolet“
Die besten Wünsche des scheidenden Governor Wilfried Gehart 2017/18 (rechts) an den neuen Governor Ullrich Flechsenhar 2018/19. © C. Bambini-Adam, RC Radolfzell

Fünf Fragen an Governor Ullrich Flechsenhar, seit dem 1. Juli amtierender Governor

Peter Leinberger01.07.2018

 

Was ist für dich Rotary?
Eine Idee, für die man sich als Gleichgesinnter in freundschaftlichem Gespräch trifft, um sich selbst und den Club weiterzuentwickeln, humanitär, sozial und international tätig zu sein, den Wert und Inhalt von „Freundschaft“ im wahrsten Sinne zu erleben.

Wo siehst du die Stärken?
Der intellektuelle Austausch, das freundschaftliche Hinwenden zu dem Nächsten, die Regelmäßigkeit der Treffen, die den Austausch und das Clubleben fördern, die Aufmerksamkeit für die Not der anderen, das soziale Gewissen – lokal, regional, national und international. Eine einmalige Organisation, die leider viel zu wenig bekannt ist. Einige Clubs werden als elitär-arrogant bezeichnet, welches die Attraktivität für neue Clubmitglieder nicht notwendigerweise hebt.

Wie lauten deine Ziele und Wünsche für 2018/19
Ich denke, dass das Kennenlernen der FreundInnen, das Fühlen des rotarischen Pulses des ganzen Distrikts eine wesentliche Erfahrung eines Governors ist. Die Realisation und Umsetzung dieser Bedürfnisse in praktische Dis-triktpolitik dürfte bei der bescheidenen Länge des rotarischen Jahres dann allerdings zu kurz kommen, weshalb sich die Governorstafette über einige Jahre Kontinuität wahren und sich mit den gleichen Problemen beschäftigen sollte, um ein zu radikales Umschwenken nach nur kurzer Zeit zu vermeiden.

Was sind deine Hauptaufgaben?
Die Umsetzung des von den Clubs Gewünschten in praktische Politik. Die Kommunikation mit den Clubs über die Ziele und Notwendigkeiten RIs, Limitationen und zuweilen Unkenntnis beider Hierarchien überwinden. Es ist ex definitione nicht unbedingt einfach, die Vorstellungen und Forderungen von RI mit denen der individuellen Clubs in Harmonie zu bringen. Das strukturelle und psychologische Aufbrechen gewisser Hemmnisse zwischen Rotary und Rotaract. Das weitere organische und gesunde Anwachsen der Clubs. Den Clubs zu vermitteln, dass der Governor eines Distrikt auch und vor allem für „sie“ arbeitet.

Ist Rotary für junge Leute attraktiv?
Alte Clubs haben logischerweise alte Mitglieder. Die (zu hinterfragende) Notwendigkeit, dass potenzielle Mitglieder auf ein erbauliches, langjähriges berufliches und persönliches Leben zurückblicken sollten, treibt die Altersgrenze nach oben. Eine institutionelle Kooperation mit Rotaract sollte hier eine Alternative sein, der ich hohe Priorität einräume. Ich denke nicht, dass die klassischen Werte, für die Rotary steht, unmodern oder obsolet geworden sind. Wenn dies allerdings so wäre, wäre das ein zusätzlicher Grund, Rotary zu stärken.

Mehr zu Ullrich Flechsenhar unter rotary.de/distrikt1930

Peter Leinberger
Peter Leinberger ist Rotarier seit 1981. Präsident des RC Bruchsal-Bretten 1991/92. Studium der Pharmazie und Studium der Tiermedizin. Nach zuletzt 35 Jahren Selbständigkeit seit 2014 im Ruhestand. Noch vielseitig engagiert u.a. im Tierschutz (TVT AK 6), der Erhaltung alter Haustierrassen (G.E.H.), der Kultivierung von Kakteen (spez. winterharter) und im sozialen Bereich (Pelikan-Verein zur Unterstützung der Palliativ-Station der Rechberg-Klinik, Dr. Gaide-Stiftung). Ab Juli 2015 Berichterstatter des Distrikts 1930 für das Rotary Magazin.