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Jugendaustausch

Willkommensrituale in der ganzen Welt

Jugendaustausch  - Willkommensrituale in der ganzen Welt
Jugendliche aus verschiedenen Ländern bei der Distriktkonferenz im Sommer in Rostock © Joachim Wilisch (2)

Sie sind im Sommer nach und nach angekommen. Die Austauschschülerinnen und -schüler aus allen Himmelsrichtungen dieser Erde. Gleichzeitig sind rund 62 Jugendliche aus dem Distrikt in ihr Austauschjahr gegangen. Der Jugenddienst mit den Austauschprogrammen gilt als Vorzeigeprojekt in D1940.

Joachim Wilisch03.09.2018

Neben den Jugendlichen, die in ein Austauschjahr gehen, gibt es noch Kurzzeitprogramme. Diese besonders aktive Jugendarbeit ist inzwischen in allen deutschen Distrikten anerkannt – und sie hat einen Namen. Hermann Schmeink vom RC Berlin-Gendarmenmarkt hat die Jugenddienstarbeit im Distrikt in den vergangenen 15 Jahren aus- und mitgeprägt. „Wichtig ist, dass man sich auf ein gutes Team verlassen kann“, sagt er.

Die Freude im Club über Neuankömmlinge ist stets groß. Mindestens so groß, wie die Freude der Gastgeber anderswo, wenn sie die deutschen Austauschjugendlichen begrüßen. Erste Fotos haben inzwischen die Distriktverantwortlichen erreicht. Ob aus USA oder Brasilien – überall erleben die Jugendlichen aus dem Distrikt 1940 Familien mit Herz. Bei den ersten Orientation-Treffen haben die Gäste ihren Rotary Distrikt, in dem sie fortan leben, kennengelernt.

Auf der Isla de Mujures (Distrikt 4195, Mexico) in der Karibik ging es zum Beispiel fröhlich zu und in Finnland erlebten die Jugendlichen zum ersten Mal ein typisch finnisches Sauna-Ritual. Und umgekehrt? Cathy aus Taiwan ist wohlbehalten beim RC Kleinmachnow angekommen und herzlich aufgenommen worden. Und nicht nur in Kleinmachnow sind die Begrüßungsrituale in den Familien und Clubs eine wichtige Sommeraktivität.

Wollten dieses Jahr ihre tollen Deutschkenntnisse und ihre Heimatländer in Rostock präsentieren - die Austauschschüler.

Hermann Schmeink betont nicht ohne Stolz, dass sich manche Clubs ganz und gar dem Jugenddienst verschreiben – es gibt Clubs mit bis zu vier Austauschschülern. Das ist auch eine Herausforderung, die ein Jugenddienstbeauftragter im Distrikt alleine nicht bewältigen kann. 16 Rotarierinnen und Rotarier engagieren sich im Jugenddienstteam. Neben dem Jahresaustausch gehören NGSE, Familienaustausch, Europareise und die Jugendcamps zu den Aufgaben. Das Team hat sogar einen Mediziner, der sich einschaltet, wenn die Jugendlichen krank werden.

Am Ende eines Jahres werden die Jugendlichen, die im Distrikt zu Gast waren, bei der Distriktkonferenz verabschiedet. Die Rotarier erleben ein buntes Programm, mit dem die Gäste ihren Dank ausdrücken und deutlich machen, wie viel ihnen das Jahr gebracht hat. Und die Rotarier lassen sich von der Fröhlichkeit und Ausgelassenheit der Jugendlichen gerne anstecken. Das ist so nachhaltig, dass hier schon manche Präsidentin und mancher Präsident entschieden hat: Da machen wir jetzt auch mit.