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Distrikt

Zeichen setzen gegen eine rauer werdende Welt

Distrikt - Zeichen setzen gegen eine rauer werdende Welt
Profitieren von einem neuen Stipendien-Programm: Studierende aus Haifa © Torsten Schaper, Hochschule Anhalt (alle Fotos)

Das "Stipendium für Menschlichkeit" ist zu Beginn einer israelisch-deutschen Konferenz im Bauhaus Dessau der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

Gabriele Arndt-Sandrock01.02.2020

2019, bauhaus Dessau, Hochschule anhalt, Dessau, boani
Mit ihren unterschriften beurkunden Professor Jörg Bagdahn und Professor Boaz Golany die Kooperation.

In einer feierlichen Zeremonie haben im Dezember 2019 der Präsident der Hochschule Anhalt, Professor Jörg Bagdahn, und der Vizepräsident der Technion Universität Haifa, Professor Boaz Golany, einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, zu dem als flankierende Maßnahme das Stipendienprogramm des Distrikts 1800 gehört.

Unter den hochrangigen Gästen des Abends waren auch der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff (RC Lutherstadt Wittenberg), und Jeremy Issacharoff, der Botschafter Israels in Deutschland. Issacharoff lobte die Kooperation mit den Worten: "Es wird unseren Völkern dienen."

Große Resonanz aus D1800  

Mehr als 70 rotarische Freundinnen und Freunde aus 20 Clubs unterstrichen mit ihrer Anwesenheit den Stellenwert dieses Projekts im Distrikt, das auf eine Initiative des RC Dessau zurückgeht und von diesem betreut wird. Lothar Koppers, Präsident des RC Dessau freute sich ebenso wie Governor Franz Rainer Enste über die Resonanz auf den Spendenaufruf: "Die Hälfte aller Clubs im Distrikt und zahlreiche Einzelpersonen haben mehr als 30.000 Euro aufgebracht. Das ist einfach großartig." 

2019, bauhaus Dessau, Hochschule anhalt, Dessau, Kopper, Haseloff, Enste
Die Rotarier mit dem Ministerpräsidenten bei der Unterzeichnung des Vertrages

Um die Kooperation zwischen den beiden Hochschulen zu unterstützen, werden der Rotary Club Haifa und der Rotary Club Dessau Gastaufenthalte ermöglichen, die jeweils ein Semester dauern sollen. " Die Stipendien sind darauf ausgerichtet, die gemeinsame Geschichte und die gemeinsamen Wurzeln zu erforschen. Dies wird das Verständnis füreinander fördern und die Freundschaft zwischen Israel und Deutschland stärken", so Präsident Koppers. Auf israelischer Seite soll ein Komplementärprogramm für deutsche Studierende aufgebaut werden. Dafür werden eigene Mittel vor Ort eingeworben.

Das Technion Haifa, 1912 von deutschen Juden gegründet, zählt heute zu den besten 100 Universitäten weltweit und hat etliche Nobelpreisträger hervorgebracht. Die Hochschule Anhalt mit dem Standort am Bauhaus in Dessau hat mit dem Technion zusammen ein Kooperationsprogramm entwickelt. Die Zusammenarbeit startet zunächst im Bereich der Architektur und Stadtplanung - später sollen weitere Studienrichtungen folgen. 

An die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages schloss sich die Konferenz "Bauhaus 100 – What now?" an. Kunsthistoriker, Künstler, Architekten und Landschaftsarchitekten aber auch Spezialisten der Digitalisierung diskutierten, was nach 100 Jahren aus den Lehren des Bauhauses folgen kann.