Baden-Baden - Ein Club geht in sich

Der RC Rastatt-Baden-Baden in geselliger Runde

26.02.2013

Baden-Baden

Ein Club geht in sich

Matthias Schütt

Volle Präsenz erreicht auch der RC Rastatt-Baden-Baden in der Regel nicht, bei dieser Sonderaktion aber waren alle Mitglieder dabei: Zu Beginn seines Amtjahres lud Präsident Christian Baader zu einer anonymen Clubumfrage. Anlass war der Eindruck, es sei an der Zeit, zwölf Jahre nach der Gründung einmal die aktuellen Wünsche der 41 Mitglieder, darunter neun Frauen, abzufragen.

„Die Anfangseuphorie ist verflogen“, so Baaders Erfahrung, die auch andere junge Clubs teilen dürften. Anfangs sind alle begeistert über die vielen Gestaltungsmöglichkeiten in einem Rotary Club. Daraus entwickelt sich das individuelle Gesicht des Clubs, spielen sich grundlegende Entscheidungen zum Beispiel über regelmäßige Sonderveranstaltungen ein – und dabei bleibt es dann. Allerdings, und das bestätigt die hohe Teilnahmequote an der Umfrage, hatte in Rastatt nicht nur der Präsident das Bedürfnis herauszufinden, „ob wir noch auf dem richtigen Weg sind“.

 

Hohe Motivation

Das wichtigste Ergebnis war für Baader die Erkenntnis, dass das Interesse am Club nicht am Präsenzwert abzulesen ist. „80 Prozent der Freunde zeigen ein hohes bis sehr hohes Motivationsniveau. Ich verrate kein Geheimnis, dass unsere Präsenz zumeist deutlich darunter liegt.“ Gründe dafür seien das noch relativ junge Durchschnittsalter (ca. 54 Jahre) und die Priorität von Beruf und Familie. Zweites zentrales Ergebnis: Die Grundausrichtung mit den Kernelementen Austausch mit Freunden/Besuchern sowie soziales Engagement im lokalen Umfeld ist allgemein akzeptiert. Bei den Meetingformen allerdings steht der Vortrag eindeutig im Mittelpunkt, auch moderierte Diskussionen finden Anklang. Schlussfolgerung des Präsidenten: Das Amt des Vortragswarts ist sorgfältig zu besetzen.

 

Unter den Themen steht „aktuelles Zeitgeschehen“ obenan, knapp 50 Prozent votieren für rotarische Spezialthemen. Das überregionale Engagement wird nicht forciert, Rotary soll vor allem im Club stattfinden, gerne mit mehr geselligen Elementen. Im Gegensatz dazu sind für 87 Prozent Hands-on-Aktivitäten besonders wichtig. Eine große Mehrheit zeigt sich für neue Elemente im Clubleben aufgeschlossen, allerdings hat der Präsident Baader da bereits die Diskrepanz von Theorie und Praxis erleben müssen. Das von einigen erwünschte zusätzliche Frühstückstreffen wurde bereits eingeführt, zieht aber nur wenige Freunde an.

 

Dennoch ist der Präsident zufrieden: „Insgesamt haben wir aus den Ergebnissen viele Anregungen für die Clubentwicklung, wie die Initiative für ein neues Hands-on-Projekt und für die Programmgestaltung, erhalten. Natürlich muss sich jede Idee erst in der Praxis beweisen.“

Erschienen in Rotary Magazin 3/2012

Matthias Schütt

Matthias Schütt ist selbständiger Journalist und Lektor. Von 1994 bis 2008 war er Mitglied der Redaktion des Rotary Magazins, die letzten sieben Jahre als verantwortlicher Redakteur. Seither ist er rotarischer Korrespondent des Rotary Magazins und seit 2006 außerdem Distriktberichterstatter für den Distrikt 1940.

 

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