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https://rotary.de/gesellschaft/sicherheit-durch-datenschutz-a-12437.html
Aus dem Governorrat - Ausschuss Datenschutz

Sicherheit durch Datenschutz

Verbände wie Rotary, seine Clubs und Mitglieder stehen immer wieder vor Herausforderungen sowie gesetzlichen Regelungen, die es beim Thema Datenschutz zu beachten gilt. Wilma Heim ist Vorsitzende des Governorrats-Ausschusses Datenschutz. Ein Interview.

Sabrina Schwab01.05.2018

Frau Heim, was unterscheidet den Ausschuss Datenschutz von anderen Ausschüssen des Deutschen Governorrates?     
Die Datenschutzbeauftragten, auch die der deutschen Distrikte, haben eine gesetzliche Aufgabe zu erfüllen. Die übrigen Ausschüsse des DGR kümmern sich um die selbst definierten Dienste von Rotary.

Das Thema Datenschutz ist ja gerade wegen einer in Kraft tretenden Neuverordnung wieder in aller Munde. Wie wirkt sich das auf die Arbeit in Ihrem Ausschuss aus?
Die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist eine Verordnung der Europäischen Union, mit der die Regeln für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten EU-weit vereinheitlicht werden. In Deutschland ersetzt sie das bisherige Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Sie ist ab dem 25. Mai 2018 in allen EU-Staaten verbindlich. Bis dahin müssen alle notwendigen Änderungen gegenüber der jetzigen Situation an die neue Rechts­lage angepasst sein. Aufgrund der allgemeinen Formulierungen im Gesetz gibt es aber noch Grauzonen und Unschärfen bezüglich der Auslegung. Der Datenschutzausschuss im DGR kümmert sich darum, auf der Basis des jetzigen Kenntnisstandes möglichst viel Sicherheit für die Betroffenen zu schaffen. Aber wir können nur Empfehlungen geben. Umsetzen muss das jeder Distrikt und Club selbst. Leider sind noch nicht in durchgehend allen Distrikten Datenschutzbeauftragte benannt.

Wer beruflich nicht aktiv mit dem Thema Datenschutz in Berührung kommt oder sich privat dafür interessiert, hat meist großen Respekt davor. Viele Rotarier sind wegen der neuen Regelungen verunsichert. Ist das notwendig? Was raten Sie ihnen?
Mein Rat an jeden Einzelnen: Gehen Sie vorsichtig mit Ihren eigenen Daten um und mit Daten und Informationen über andere Personen – zum Beispiel in Wochenberichten oder Clubbroschüren.

Das Gespräch führte Sabrina Schwab.