Distrikt 1810Rotary vor Ort

Zum Ausstieg ein Blick nach vorn

von Monika Hörig | 
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Zwei Zukunftsprojekte bewegten Governor Volker Klassen am Ende seiner Amtszeit

Viele spannende, berei­chernde Begegnungen, die ihm die Vielfalt und die Potenziale der Rotary Clubs vor Augen geführt haben: Diese Bilanz kann am Ende eines Governorjahres kaum überraschen. Besonders aber ist, dass durch die etwas andere Art der Clubbesuche gute Impulse für mehr Kooperationen entstanden sind. Gegen Ende des Amtsjahres stand noch ein bedrückend-eindrucksvoller Termin auf dem Programm: eine Fahrt nach Auschwitz, gemeinsam mit etlichen Rotaract-Mit­gliedern. Die Gruppe besuch­te das Konzen­trations­lager Auschwitz I und das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Das hat tiefe Spuren bei allen hinterlassen.

Das Kontrastprogramm war dann Krakau, das sich nach Weltkrieg und Sozialismus als geschichtsträchtige Universitätsstadt neu erfun­den hat. Das einhellige Fazit der Teilnehmer: Jeder Schüler in den Geschichts- und Sozi­alkundeklassen der Oberstufen sollte eine solche Reise machen. Governor Volker Klassen: „Unsere heutigen Jugendlichen sind die Entscheider von morgen. Sie müssen ­wissen, welche grauenvollen Folgen Indok­trination haben kann, um das Gebot des ‚Nie wieder‘ zu verstehen.“

Nr. 1 Koordinationsstelle

Klassen verbindet damit ein Projekt für die Zeit als Past-Governor: „Wir haben mit der Burg Vogelsang in unserem Distrikt einen Ort, der die Untaten der Nazi-Zeit anschaulich vermittelt. Ich meine, wir sollten unseren Beitrag leisten und Gelder zur Verfügung stellen, um möglichst vielen Schulklassen eine Fahrt dorthin zu ermöglichen.“ Die Führungen und Projekttage werden oft von Kommunen übernom­men, es scheitert aber manchmal an den Transportkosten. Seine Vorstellung ist, eine Art Koordinationsstelle zu schaffen, die den Schulen und Lehrkräften dabei hilft, die an vielen Stellen vorhan­denen Fördermittel nutzen zu können.

Nr. 2 Alumni-Themenclubs

Ein weiterer Plan ist die Gründung eines „Alumni-Jugenddienstes“ als Themenclub. „Der Jugenddienst ist unser Aushängeschild und steht neben der Polio-Bekämpfung an vorderster Stelle“, so Klassen. „Ich möchte die Beauftragten in den Clubs dabei unterstützen, die Gasteltern und die ehemaligen Austauschschüler stärker an Rotary zu binden. Wer im Ausland war, bezeichnet das oft als ‚schönstes Jahr seines Lebens‘. Diese Bindung an Rotary möchte ich mehr nutzen.“


 

In Kürze: Ein „Füllhorn an Spenden“

Sein zehnjähriges Bestehen feierte der RC Schweich ­Römische Weinstraße im April. Die heute 37 Mitglieder engagieren sich für Schulen, Menschen in Not, Jugendgruppen und Senioren. Sie riefen unter anderem einen Rotary-Schülerpreis für die Schulen in Schweich und einen Rotary-Kunstpreis an der Europäischen Kunstakademie ins Leben. Wichtig ist auch der internationale Jugendaustausch: Sieben Outbounds konnten für ein Jahr ins Ausland gehen, die Inbounds kamen aus Peru, Taiwan, Australien, Ecuador, Brasilien und Chile. Auch Rotarier aus dem Partnerclub in Sanary-sur-Mer kamen zur Jubiläumsfeier.