Distrikt 1870Rotary Aktuell

Zwischen Schulbank und Gelber Wand

von Edgar Rabe | 
 |  Lesezeit: 3 Minuten

Inbounds besuchen Bundesliga-Partie in Dortmund

Wenn 50 Austauschschüler aus mehr als zehn Nationen gemeinsam die Arme heben, dann geht es um mehr als nur Fußball. Es geht um Völkerverständigung in ihrer lautesten Form. Ende April haben die Inbounds des Rotary Distrikts 1870 ein echtes Stück deutscher Fankultur erlebt: Ein Heimspiel von Borussia Dortmund im Signal Iduna Park.

Für die Jugendlichen war das Spiel ein besonderes Erlebnis im Jahresprogramm: Um den Schülern die Vielfalt Deutschlands und Europas näherzubringen, organisiert Rotary ein buntes Rahmenprogramm. Neben dem Schulbesuch und dem Alltag in den Gastfamilien bilden vier Themen-Wochenenden, eine Ski-Tour sowie große Deutschland- und Europa-Rundreisen, den Kern ihrer Austausch-Erfahrung.

„Ich habe in meinem Leben noch nie so viel Schwarz und Gelb auf einmal gesehen. In meiner Heimat schauen wir auch Fußball, aber die Wucht der Fangesänge hier hat mir eine richtige Gänsehaut verpasst“, berichtet Tomas aus Kolumbien beeindruckt von der Kulisse der Dortmunder Fußball-Arena – von den BvB-Fans liebevoll “das schönste Stadion der Welt” genannt. Richtig unter die Haut ging jener Moment, als aus rund 81.000 Kehlen voller Inbrunst die Hymne “You’ll Never Walk Alone" erklang. 

“Der Besuch des Spiels Dortmund gegen den SC Freiburg bot den Schülern die Chance, die ,Faszination Fußball’ als integrativen Bestandteil der deutschen Kultur hautnah zu erleben”, beschreibt Inbound-Koordinator Tobias Meyer. Er bedankt sich besonders bei der Signal Iduna, die es ermöglicht hat, gleich 50 Tickets en bloque für die Gäste aus aller Welt zu erwerben, was im Liga-Alltag für den Fußballfan nahezu unmöglich ist. . 

Dankbar sind auch die Inbounds für das rotarische Kultur- und Bildungsprogramm: „Im Schulalltag lernen wir die Sprache und die Grammatik, aber bei diesen Ausflügen und Wochenenden mit den anderen Inbounds lernen wir das Herz des Landes kennen“, wird Angelina aus Brasilien fast ein wenig philosophisch: „Dass Rotary uns die Möglichkeit gibt, neben der Schule auch die Alpen oder europäische Metropolen zu entdecken, macht dieses Jahr zu einer Erfahrung, die uns für immer prägen wird”, betont die junge Frau.

Im Juli endet zwar das Austauschjahr und die Jugendlichen kehren in ihre Heimatländer zurück, aber die Freundschaften, die zwischen Flaggen aus aller Welt geschlossen wurden, werden weit über diesen Sommer hinaus bestehen, ist sich Tobias Meyer sicher. “Die Schüler nehmen nicht nur deutsche Vokabeln mit nach Hause, sondern das Gefühl, Teil einer weltweiten Familie zu sein. 

Im laufenden rotarischen Jahr sind 51 Inbounds in den Distrikt 1870 gekommen. Zu den Ländern, aus denen die meisten Inbounds stammen, zählen Taiwan (9), Brasilien (9), Mexiko (7), Ecuador (4) sowie Chile (3).