Der Countdown läuft

Duisburg – Ende März werden etwa 1000 Teilnehmer zur „Ruhrpott-Deuko“ im Landschaftspark Nord erwartet. Das Organisationsteam um die Rotaract-Mitglieder Lena Doerpinghaus und Max Eickhoff ist bei der Feinjustierung des Großevents angekommen
Edgar Rabe: Es sind noch knapp vier Wochen bis zur Ruhrpott-Deuko. Kommt so langsam Lampenfieber bei euch Organisatoren auf?
Lena Doerpinghaus: Nein, Lampenfieber ist es nicht, etwas Anspannung und Nervosität bei Max und mir. Aber wir haben ein tolles, verlässliches Team und werden vom Rotaract Deutschland Komitee und dem Deuko e. V. gut unterstützt. Ich bin zuversichtlich, dass alles gut laufen wird.
Gab’s während der Vorbereitung unvorhergesehene Entwicklungen oder Probleme?
Ja, vor einigen Monaten ist uns ein Veranstaltungsort für den Freitagabend weggebrochen, und so mussten wir diesen Part neu planen, das war schon eine Herausforderung. Wir haben aber mit der Gebläsehalle im Landschaftspark eine großartige Alternative gefunden.
Stichwort Finanzierung, seid ihr da sicher oder klafft noch eine Lücke?
Wir haben bislang schon viel Unterstützung erhalten, wofür wir auch sehr dankbar sind. Eines ist aber auffällig. Seit Beginn der zweijährigen Planungsphase hat sich vieles verteuert. Mit den anfänglich geplanten Kosten kommen wir schon lange nicht mehr hin und mussten an einigen Stellen den Etat anpassen. Große Sorgen haben wir nicht, aber wir sind bemüht, noch Unterstützung zu erhalten, um einen Puffer für zusätzliche Ausgaben zu haben. Wir planen zum Beispiel, noch weitere Food-Trucks aufzustellen. Und: Wir würden gerne unsere vielen ehrenamtlichen Helfer finanziell entlasten. Sie zahlen trotz ihrer Arbeit ihre Deuko-Tickets noch selbst. Es wäre schön, wenn wir durch weitere Spenden unseren Team-mitgliedern einen Teil ihrer Ausgaben erstatten könnten.
Ihr habt von Anbeginn der Planungen betont, wie wichtig euch die Teilnahme und Unterstützung von Rotary an der Veranstaltung ist. Seid ihr zufrieden mit der Resonanz?
Grundsätzlich war die Resonanz in den Gesprächen immer sehr positiv, allerdings ist die Zahl der Anmeldungen noch sehr niedrig. Es gibt knapp 20 Anmeldungen von rund 4500 Rotary-Mitgliedern, aus ganz Deutschland sind es 35 Anmeldungen.
Ihr habt die Deuko 26 bewusst Ruhrpott-Deuko getauft. Wie viel Pott dürfen die Teilnehmer erwarten?
Die Haupt-Location ist der Landschaftspark Nord in Duisburg, eine perfekte Ku-lisse, um die Region darzustellen. Der Landschaftspark transportiert den Charme des Ruhrgebiets und zeigt auch, wie grün der Pott sein kann. Darüber hinaus bieten wir Pre-Touren an, bei denen die Teilnehmer den Ruhrpott besser kennenlernen können. Es geht unter anderem zur Zeche Zollverein in Essen, wir haben eine Stadtteilführung durch Marxloh, besuchen die Jüdische Gemeinde und deren Synagoge in Duisburg und erkunden weitere Orte.
Verbindet ihr mit der Ausrichtung der Ruhrpott DeuKo auch die Hoffnung, mehr junge Menschen für Rotaract zu begeistern?
Nicht primär. Junge Menschen, die bislang noch keinen Kontakt zu Rotaract haben, kommen nicht unbedingt zu einer DeuKo. Aber man kann sicherlich diejenigen, die vielleicht erst kurze Zeit dabei sind, mit einer DeuKo prima von Rotaract überzeugen. Großer Mehrwert für die einzelnen Rotaracter ist sicherlich, dass sie die Strukturen und Projekte der Rotaract-Clubs deutschlandweit sehen. Vielleicht können wir bei manchem das Interesse wecken, sich über den Club hinaus, auf Distrikt-Ebene oder im Rotaract-Deutschland-Komitee zu engagieren. Es geht um die Begeisterung für Rotaract.
Lena, worauf freust du dich persönlich am meisten bei der Ruhrpott-DeuKo?
Die Organisation der DeuKo ist zweigeteilt. Da ist zum einen das Rahmenprogramm, welches durch uns, dem Host Organization Committee, organisiert wird. Auf der anderen Seite ist die inhaltliche Arbeit zu sehen, welche das Plenum füllt. Dafür ist das Rotaract Deutschland Komitee federführend. Ich bin schon sehr gespannt auf die Vorstellung der Projekte der Finalisten des Best Acts, insbesondere welche tollen Projekte die einzelnen Rotaract Clubs in Deutschland auf die Beine stellen und was man davon noch lernen kann. Für mich persönlich freue ich mich besonders auf den Samstagabend, dann ist schon viel geschafft, der erste Abend sowie der erste Plenumstag liegen dann hinter uns und vermutlich auch die meiste Aufregung. Hoffentlich können wir den Abend dann ein wenig entspannter genießen als den ersten.
In Kürze: Über 30 Tonnen Hilfsgüter
Mitglieder der Serviceclubs Rotary Mülheim-Uhlenhorst, Lions Hellweg und Rotaract Mülheim/Oberhausen haben tonnenweise Hilfsgüter wie Lebensmittel, Hygiene- und Babyartikel sowie warme Decken für die Menschen in den Kriegsgebieten der Ukraine gepackt. Bereits zum achten Mal engagierten sich die Clubs auf diese Weise und leisteten so humanitäre Hilfe. Seit Kriegsbeginn verließen Mülheim mehr als 30 Tonnen Hilfsgüter in Richtung Ukraine. Der Verein Bochum-Donezk begleitet die Lieferung bis zur Übergabe vor Ort. Wer helfen möchte, wende sich an den Club.





