„Keine Anmeldung, keine Hürde“

Distrikt 1950: Bamberg – Rotary Clubs, Rotaract und Inner Wheel richteten einen Sporttag aus – mit bewusst einfach gehaltenem Konzept
Das Jugendzentrum BasKIDhall in Bamberg wurde zu einem offenen Treffpunkt für Bewegung und Begegnung. Rund 500 Kinder, Jugendliche und Familien kamen. Nicht als Publikum, sondern zum Mitmachen. Im Mittelpunkt stand ein einfaches Ziel: die Schwelle zum aktiven Teilnehmen so niedrig wie möglich zu halten.
Die Veranstaltung wurde gemeinsam getragen von den drei Rotary Clubs in Bamberg, von Rotaract und Inner Wheel. Die Kooperation ging über Organisation und Finanzierung hinaus, denn viele Mitglieder standen selbst am Grill, an den Ausgabeständen oder im direkten Kontakt mit den Familien.
Das Angebot war bewusst offen gehalten, Essen und Getränke gab es kostenfrei: Bratwürste, Kuchen, Eis, Getränke. Keine Anmeldung, keine Hürde. Wer kam, konnte bleiben. Diese Einfachheit war Teil des Konzepts – und es ging auf.

Sport als Türöffner
Knapp zehn verschiedene Sportarten – von klassischen Disziplinen wie Fußball, Basketball und Volleyball bis hin zu Skaten, Cheerleading oder Flag Football – luden zum Mitmachen ein. Die Kinder und Jugendlichen konnten ohne Verpflichtung ausprobieren, entdecken und eigene Interessen entwickeln. Gerade dieser niedrigschwellige Zugang erwies sich als entscheidender Erfolgsfaktor. Viele der teilnehmenden Vereine nutzten die Gelegenheit, direkt vor Ort Kontakte zu knüpfen und erste Schritte in Richtung einer möglichen Mitgliedschaft zu ermöglichen.
Ort und Einbindung
Die BasKIDhall ist seit Jahren ein bekannter Ort für soziale Arbeit. Hier geht es um Integration, Teilhabe und sportpädagogische Angebote. Entsprechend gut ließ sich die Zielgruppe erreichen. Kooperationspartner war der Verein iSo, der im Quartier verankert ist und den Zugang zusätzlich erleichterte. Die Schirmherrschaft übernahm Oberbürgermeister Andreas Starke, zugleich Präsident des Rotary Clubs Bamberg. Der Tag zeigte Wirkung. Dieser Rotary-Sporttag macht deutlich, was für Erfolge möglich sind, wenn mehrere Akteure gemeinsam handeln: überschaubar im Aufwand, aber konkret im Ergebnis.
In Kürze: Kultur Convoi
„Noch-nicht-Rotarierin“ Carmen Höfflin machte auf der Distriktkonferenz in Würzburg deutlich, dass Hilfe für die Ukraine weit über medizinische Versorgung und Sachspenden hinausgehen müsse. Die Menschen wollten gesehen werden, jemand solle ihnen zuhören und ihnen Kraft und Mut geben. Genau daraus seien weitere rotarische Projekte des Kultur Convoi entstanden, etwa Mental-Health-Surfcamps für ukrainische Jugendliche. „Jeder Jugendliche hat ein Recht auf den Sommer seines Lebens“, sagte Höfflin. Ein weiteres Projekt ist „VoiceOn“, bei dem ukrainische Musiker aus Schutzräumen oder Bunkern live übertragen werden, um ihre Musik und ihre Geschichten hörbar zu machen.





