Distrikt 1800

Adventskalender auf dem Vormarsch

von Ralf Leineweber | 
 |  Lesezeit: 3 Minuten

Adventskalender für den guten Zweck werden häufig immer noch mit den Lions in Verbindung gebracht. Dabei gibt es jetzt im Distrikt 1800 bereits das vierte rotarische Projekt - teilweise in Kooperation mit anderen Serviceclubs. In jedem Fall kommen dabei ansehnliche Summe zusammen.

"In den vergangenen Monaten hat Covid-19 unser aller Leben verändert und großes Leid über unzählige Menschen gebracht", sagt Michael Wieland. Und weil auch von seinem Club traditionell durchgeführte Benefizveranstaltungen nicht stattfinden konnten, hatte der Rotarier von Rotary Club Bad Pyrmont die Idee, einen Adventskalender aufzulegen und mit diesen Einnahmen regionale Projekte zu fördern. 3000 Exemplare zum Preis von jeweils fünf Euro wurden produziert - die ersten tausend waren schnell vergriffen und der Club damit in der Gewinnzone.

RC Lüchow-Dannenberg als Vorreiter

Die Idee, mit Adventskalendern Gelder einzuwerben, stammt ursprünglich von der Serviceorganisation Lions und wird dort von sehr vielen Clubs praktiziert. Doch auch immer mehr Rotary Clubs haben diesen Gedanken aufgegriffen. Vorreiter im Distrikt 1800 war der RC Lüchow-Dannenberg, der in diesem Jahr zum inzwischen 15. Male wertvolle Preise hinter den Türchen eines Kalenders versteckt. Hauptgewinn ist ein E-Bike, dazu kommen weitere 47 Preise - also in Summe vier hinter jedem Türchen. Den Kalender gibt es in einer Auflage von 3500 Stück zum Preis von sechs Euro. Der angestrebte Erlös liegt bei 10.000 Euro.

In Hannover kooperieren Rotary und Inner Wheel

In Hannover machen gleich mehrere Clubs gemeinsame Sache. Die Rotarier vom RC Hannover-Leineschloss und RC Hannover-Luisenhof sowie der Inner Wheel Club Hannover-Opernhaus bringen seit zehn Jahren einen Adventskalender auf den Markt, mit dem sie seitdem rund 200.000 Euro vor allem für Projekte mit Kindern erlöst haben. Die Auflage umfasst aktuell 6000 Exemplare, die zum Preis von jeweils fünf Euro angeboten werden. Unter den 120 Gewinnen sind Hotelübernachtungen sowie Konzert- und Theaterkarten. Die Clubs hoffen für dieses Jahr auf einen Erlös von 24.000 Euro.

Rotary und Lions machen in Celle gemeinsame Sache

Beim RC Celle hatte man vor zehn Jahren die Idee, mit einem Adventskalender-Projekt zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen. Weil man den Lions dabei keine Konkurrenz machen wollte, suchte man das Gespräch. Die dabei vereinbarte Kooperation erweist sich noch heute als Win-Win-Situation für beide Clubs. Das gemeinsame Projekt hat bis heute rund 310.000 Euro eingebracht, dazu werden in diesem Jahr weitere rund 40.000 Euro kommen. Mit 8200 Exemplaren ist die Auflage die derzeit größte im Distrikt - hinter den 24 Türchen warten 632 Preise im Gesamtwert von rund 25.000 Euro.

Mit Hauptpreis die lokale Wirtschaft unterstützt

Das Prinzip dieser Adventskalender-Projekte ist übrigens überall das Gleiche: Die Preise werden bei Sponsoren - vor allem auf lokaler Ebene - eingeworben. Dabei nutzen die Clubmitglieder ihre zahlreich vorhandenen Kontakte in die Wirtschaft. Und wenn dann, wie in diesem Jahr in Celle, der Hauptgewinn im Wert von 1000 Euro von den beiden Clubs in Form von Celler City-Gutscheinen eingekauft wird, profitiert sogar die aktuelle notleidende lokale Wirtschaft. Denn diese Gutscheine sind bei vielen Geschäften des örtlichen Einzelhandels sowie der Gastronmie einlösbar.

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