Distrikt 1900

Alumni - wertvoller Teil der Rotary Familie

von Nicola Leffelsend | 
 |  Lesezeit: 3 Minuten

Distrikt 1900 bringt ehemalige Austauschschüler und -schülerinnen sowie Stipendiaten und Stipentdiatinnen zusammen.

Rund 800 junge Menschen waren in den vergangenen 20 Jahren mit Unterstützung der Clubs im Distrikt 1900 im Ausland. Viele sind bis heute infiziert vom rotarischen Spirit und möchten sich weiter vernetzen und engagieren. Anfang des Jahres fand ein erstes Online-Treffen statt.

"Unsere Alumni sind ein geschätzter Teil unserer Rotary Familie", betont Noëlle Turner, Beauftragte für Alumni im Distrikt 1900. Die gebürtige US-Amerikanerin war selbst als Stipendiatin mit Rotary im Ausland. Ihr Weg führte sie in den 1970er Jahren nach Köln – an die renommierte Opernschule. Ein Jahr, das sie nachhaltig prägen und ihre beruflichen Weichen stellen sollte. Deutschland ist sie treu geblieben: Bis 2020 lehrte sie als Professorin für Gesang an der angesehenen Folkwang Universität der Künste in Essen. Seit 2007 ist die Musical-Expertin Mitglied im Rotary Club Essen. Durch Zufall: "Ich wäre Rotary fast verloren gegangen", erinnert sich Turner. Rund 30 Jahre war der rotarische Kontakt abgebrochen. Umso wichtiger ist es ihr heute, die ehemaligen Austauschschüler und -schülerinnen sowie Stipendiaten und Stipendiatinnen des Distrikts zusammenzubringen.

Rotarisches Band

Als deutsche Botschafter waren diese Alumni im Ausland – in Brasilien, Chile, Kanada, Mexiko oder Simbabwe. Heute leben sie in Berlin, Hamburg oder Köln – in Italien oder in den USA. Was sie alle eint, ist die wertvolle Erfahrung des Auslandsaufenthalts, der rotarischen Community und des globalen Netzwerks. "Wir wollten wissen, was aus unseren Alumni geworden ist", erzählt Turner. In mühevoller Recherche hat sie in den letzten Monaten die Adressen ehemaliger Programmteilnehmer zusammengetragen mit dem Ziel, das rotarische Band wieder aufzunehmen und mit der Gewissheit: "Die Verbindung zu Rotary endet nicht nach Abschluss des Programms, sondern sollte erst der Anfang sein."

Virtuelles Treffen

So fanden sich Mitte Januar rund 40 Alumni zum ersten Online-Meeting zusammen und tauschten sich in Breakout-Sessions über ihre Erfahrungen aus. Ihr Jahr im Ausland habe sie spürbar beeinflusst, sei Türöffner für weitere Aktivitäten in der Ferne gewesen und habe die Grundlage für dauerhafte Freundschaften gebildet. Dem ersten Alumni-Abend sollen weitere folgen. Zunächst virtuell – später auch live. "Wir fördern Kontakt zu den lokalen Rotary-Clubs und informieren über aktuelle Club- und Distrikt-Projekte. Auf die Alumni warten zahlreiche Aktivitäten, von Workshops über Fortbildungen bis hin zu informellen Treffen, um Ideen und Erfahrungen auszutauschen", unterstreicht Turner. "Wir sind sicher, dass sich für unsere Alumni völlig neue Möglichkeiten eröffnen."

Kontakt: alumni@rotary.org

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