Demokratie stärker im Fokus

Mit dem Beginn des neuen rotarischen Jahres am 1. Juli setzte der Rotary Club Rottenburg am Neckar gleich mehrere Zeichen. Das neue Jahr steht unter dem Motto „Frieden – Umsicht – Nächstenliebe”.
Im Rahmen der feierlichen Ämterübergabe übernahm Dr. Benjamin Jetter die Präsidentschaft von Frank Kiefer. Nur wenige Tage später durfte der noch junge Club bereits den ersten offiziellen Governorbesuch des neuen rotarischen Jahres begrüßen: Distriktgovernorin Christel Althaus besuchte gemeinsam mit Assistant Governor Berni Münch den Rotary Club Rottenburg.
Der Amtswechsel bildete zugleich den Abschluss eines ereignisreichen Präsidentenjahres. Frank Kiefer stellte seine Amtszeit unter das Motto „Demokratie“ und machte deutlich, dass Demokratie weit mehr ist als ein politisches System – sie lebt von Verantwortung, Mitgestaltung und gesellschaftlichem Engagement. Dieser Gedanke zog sich durch zahlreiche Veranstaltungen und Projekte des Clubs. Gemeinsam mit der Stiftung Weltethos wurde an der Gemeinschaftsschule Ergenzingen das Demokratieprojekt ImpAct durchgeführt. Mit der Veranstaltung „Unsung Heroes“ brachte der Club zudem Juandalynn R. Abernathy, die Patentochter von Martin Luther King Jr., nach Rottenburg und setzte ein starkes Zeichen für Frieden, Zivilcourage und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Daneben prägten zahlreiche Vorträge, Exkursionen und Begegnungen das Clubleben. Ebenso engagierte sich der Club mit regionalen Sozialprojekten wie der Nikolausaktion für MOKKA, der Osteraktion zugunsten der Clowns im Dienst sowie der Unterstützung des Kindergartens St. Meinrad. Gleichzeitig wurden internationale Freundschaften durch Besuche in Saint-Claude und Doncaster weiter ausgebaut.
Mit der Übergabe der Präsidentenkette an Dr. Benjamin Jetter beginnt nun ein neues Kapitel. Der promovierte Physiker stellt sein Präsidentenjahr unter das Motto „FUN – Frieden, Umsicht und Nächstenliebe“. Neben den klassischen rotarischen Werten möchte er insbesondere Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz, Wissenschaft und Innovation stärker in das Clubleben integrieren und gleichzeitig das gesellschaftliche Engagement des Clubs weiter ausbauen.
Wie gut dieser Weg bereits zur Entwicklung des Clubs passt, zeigte sich beim Besuch von Distriktgovernorin Christel Althaus. Bereits während der Vorstandssitzung wie auch beim anschließenden Clubabend entwickelte sich ein offener Austausch über die Zukunft Rotarys und die Entwicklung des jungen Clubs. Christel Althaus zeigte sich beeindruckt, dass viele ihrer Distriktschwerpunkte – insbesondere Demokratiebildung, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung – im Rotary Club Rottenburg bereits seit seiner Gründung selbstverständlich gelebt werden. Besonders würdigte sie das gemeinsam mit der Stiftung Weltethos entwickelte Demokratieprojekt sowie die Vielfalt der sozialen und internationalen Aktivitäten des Clubs.
In den Gesprächen wurde deutlich, wofür der Rotary Club Rottenburg steht: Offenheit, Vielfalt und die Überzeugung, dass unterschiedliche Menschen mit ihren Erfahrungen gemeinsam mehr erreichen können. Alter, Herkunft, Religion oder Geschlecht spielen dabei keine Rolle – entscheidend ist der Wille, Verantwortung zu übernehmen und die Gesellschaft aktiv mitzugestalten.
Der Präsidentenwechsel und der erste Governorbesuch des neuen rotarischen Jahres machten damit deutlich, dass der Rotary Club Rottenburg auf einem starken Fundament aufbaut. Das vergangene Clubjahr hat gezeigt, wie gesellschaftliches Engagement gelebt werden kann. Das neue Präsidentenjahr knüpft daran an und setzt zugleich neue Impulse für die Zukunft – regional, international und mit einem klaren Blick auf die Herausforderungen der kommenden Jahre.



























