Ein rotarisches Zugpferd

Die Jugenddienstarbeit im Distrikt
Der Jugenddienstbeauftragte des Distrikts, Wolfgang Breme (RC Ratingen), gab bei der Halbjahreskonferenz in Mülheim a. d. Ruhr einen Überblick über den aktuellen Stand des Langzeit-Jugendaustausches und berichtete kurz über die Rotex-Wochenenden. Die Zahlen mit Stand vom Dezember 2025 haben sich in einigen Bereichen bereits minimal verändert, dennoch spiegeln die Werte, die Wolfgang Breme präsentierte, den realistischen derzeitigen Stand wieder. Demnach stammen die aktuell 51 Inbounds im Distrikt 1870 zu einem großen Teil aus Südamerika/Lateinamerika (Brasilien: 9, Argentinien: 1, Chile: 3, Ecuador: 4, Kolumbien: 1, Peru: 1, Mexiko: 7), stark vertreten ist auch Taiwan mit neun Inbounds. Weitere Inbounds kommen unter anderem aus Australien (1), Kanada (2), USA (3), Indonesien (1), Japan (1), Thailand (2), Spanien (1) und Italien (1). Die obligatorische Deutschlandtour liegt bereits hinter den Inbounds und führte sie von Mannheim nach Stuttgart, Ulm, München, Dresden, Berlin und Hamburg. Die Europa-Tour ist für den Zeitraum 31. März bis 12. April terminiert. Zum Thema Touren berichtete Breme, dass die Reisekosten immens gestiegen seien. “Es ist alles recht teuer geworden. Selbst eine Unterbringung in einer Jugendherberge ist unter 50 Euro pro Kopf gar nicht mehr zu bekommen. Deshalb nutzen wir auch seltener Jugendherbergen, sondern wählen gerne die A&O-Hostels, weil diese noch etwas preiswerter sind”, so Breme. Die Kosten für die Deutschland-Tour liegen demnach bei rund 1500 Euro, die Europa-Tour koste etwa 2500 Euro, so Breme.
Mittlerweile werde der gesamte Austausch digital abgewickelt - mit einem speziell entwickelten Programm. Aus diesem Programm stammen auch die Daten für den Jugendaustausch 2026/2027, die Wolfgang Breme präsentierte. Wo wollen die Outbounds im kommenden Jahr am liebsten hin? Am stärksten nachgefragt sind nach wie vor USA/Kanada sowie Brasilien, aber auch für Australien, Peru, Ecuador, Kolumbien, Chile, Thailand und weitere Staaten sind schon Wünsche eingegangen. Für den Jugenddienst beginnt jetzt die Arbeit, das zugewiesene Länderkontingent mit den Wünschen der Outbounds in Einklang zu bringen und die gesamten Jugendlichen (Spitzenwert unter allen deutschen Distrikten) auf die aufnehmenden Länder zu verteilen.
Darüber hinaus gab Breme einen Überblick zu allen noch ausstehenden Jugenddienst-Veranstaltungen im zweiten Halbjahr dieses rotarischen Jahres. Außerdem betonte er, dass die Clubmitglieder im Distrikt nicht müde werden sollten, für den Jugendaustausch in ihrer Region zu werben, um auch den künftigen Austausch erfolgreich zu gestalten. Ebenso bat er die Clubs um weitere Unterstützung des Jugenddienstes, beispielsweise bei der Bereitstellung von Unterkünften für Jugenddienst-Wochenendveranstaltungen. Auch im Jugenddienstausschuss des Distrikts könnten noch weitere Rotarierinnen und Rotarier mitarbeiten, Aufgaben seien reichlich vorhanden. Und: “Kommen Sie gerne mal vorbei, besuchen Sie uns bei einer unserer Veranstaltungen, erleben Sie, wie es ist, wenn 70, Jugendliche in einer Turnhalle zusammenkommen, bei uns ist immer etwas los!”, lud Wolfgang Breme die Konferenzteilnehmer und ihre Freundinnen und Freunde in den Clubs ein.


























