DistrikteDistrikt 1920

Advent, Advent, jetzt gibt’s die Spend’

von Christian Haubner | 
 |  Lesezeit: 2 Minuten

Distrikt 1920: Hall, Wattens Das Christkind der Rotary Clubs Hall und Wattens bringt auch außerhalb der Weihnachtszeit Zehntausende Euro

Es mag ungewöhnlich anmuten, in der ersten Jahreshälfte über den Advent zu schreiben. In diesem Fall jedoch gibt es einen er-freulichen Grund dafür, genau das zu tun. Denn der vergangene Advent war in rotarischer Hinsicht ein besonders nachhaltiger und wirkt bis heute nach.

Begonnen hatte alles mit einer Idee von Christian Mayer im Tiroler Rotary Club Kufstein: Ein rotarischer Adventskalender sollte Geld für gute Zwecke bringen. Diese Idee haben Christian Ebenbichler (RC Hall) und Beatrice Häussler (RC Wattens) aufgegriffen. Sie entwickelten daraus ein Gemeinschaftsprojekt, das immer größere Züge ­annahm.

77.000 Euro in drei Jahren

Konkret geht es darum: Für jedes Fenster des Adventskalenders stellen Sponsoren attraktive Preise zur Verfügung. Das Konzept ist ebenso einfach wie erfolgreich: Sage und schreibe 77.000 Euro kamen in den vergangenen drei Jahren auf diese Weise zusammen. Die heurigen Erlöse von rund 23.000 Euro haben die Clubs an die Tafeln Hall und Wattens gespendet. Mit der Tafel Österreich versorgt das Rote Kreuz armutsbetroffene Personen in sozialen Ein-rich­tungen mit gespen­deten Le-bensmit­teln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs.

Spontane Versteigerung

Die Übergabe der Spendensumme erfolgte im Rahmen eines Festaktes im Hotel Reschenhof. Dabei kam gleich noch einmal eine ansehnliche Spende zusammen: Die Moderatoren Markus Jordan-Sailer und Bernhard Greil starteten eine spontane Versteigerung nicht abgeholter Gewinne, die 6800 Euro einbrachte. Entsprechend zufrieden zeigten sich die Präsidenten Willi Bacher (RC Hall) und Markus Jordan-Sailer (RC Wattens), die auf die Erfolgsgeschichte des Projekts eingingen.

So schließt sich der Kreis zur eingangs gestellten Frage, warum ein Advent-Thema auch im Mai seine Berechtigung hat. Der Zauber der Weihnachtszeit hört im günstigsten Fall nie auf, betont man bei den Verantwortlichen der beiden Tiroler Clubs. Was im Dezember beginnt, entfaltet auch Monate später seine volle Kraft – dann, wenn Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Womit bewiesen wäre: Das rotarische Christkind macht keine Pause.


In Kürze: Krebshilfe dankt Rotary

Im Rahmen ihrer „Happy Hours“-Veranstaltung hat sich die Krebshilfe Oberösterreich beim Linzer Rotary Club Pöstlingberg bedankt – Clubpräsident Jürgen Harich hatte 8000 Euro an Prim. Steffen Krause sowie Krebshilfe-Geschäftsführerin Maria Sauer übergeben. Der Club unterstützt damit das Herzensprojekt „Mama / Papa hat Krebs“, das Kindern krebskranker Eltern professionelle Begleitung in herausfordernden Lebensphasen anbietet. Die Unterstützung erfolgt kostenlos und unbürokratisch.Die Linzer Clubfreunde kündigten die Fortsetzung an: Die Spende fürs kommende Jahr soll einCharity-Kino-Event am 2. Dezember erbringen.


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