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Gemeinsame Hilfe mit einem Krankenwagen-Konvoi

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Mehrere Clubs in Köln und Umgebung sowie der RC Herzogtum Lauenburg-Mölln sammelten Spenden, nutzten ihr Netzwerk und machten sich Ende August mit Krankenwagen auf den Weg in die Ukraine

Wer den Soldaten-Friedhof in Lviv gesehen und die Frühchen-Station in der „Klinik für Mutter und Kind“ besucht hat, der möchte die Ukraine noch viel mehr unterstützen, als die rotarische Gemeinschaft es jetzt bereits macht. Das is der Eindruck von sieben Mitgliedern der Rotary Clubs aus Köln und Umgebung sowie aus dem RC Herzogtum Lauenburg-Mölln nach ihrer Tour in die Ukraine. 

Die Clubs wollten den Menschen in der Ukraine substantiell helfen und schafften es, einen Hilfsransport mit acht Rettungswagen, einem Evakuierungsfahrzeug und neun Inkubatoren in das vom Krieg gebeutelte Land zu bringen. 113.000 Euro kamen bei dieser Aktion zusammen, um den Konvoi und seine Fracht zu finanzieren.

Der Ablauf bei diesen – inzwischen regelmäßig durchgeführten – Konvois ist immer gleich. Organisiert werden sie vom Blau-Gelben Kreuz (BGK) in Köln, einem Verein, der 2016 gegründet wurde, um die Ukraine im Krieg gegen Russland mit allem zu unterstützen, was im Zivilbereich benötigt wird.

Ein Rückblick von Jörg Hobusch, RC Herzogtum Lauenburg-Mölln:

Tag 1: 8 Uhr Treffen im Spendenlager des Blau-Gelben Kreuzes. Nach kurzem Kennenlernen und Briefing Abfahrt um 9 Uhr. Bis tief hinein nach Polen fahren die Helfer am ersten Tag, dann Übernachtung in einem einfachen Hotel.

Tag 2: Frühes Aufstehen steht auf der Tagesordnung – 6 Uhr Frühstück, 6.30 Uhr Abfahrt. Gegen 15.45 Uhr erreicht der Konvoi die Grenze. Die Zollabfertigung dauert eineinhalb Stunden – relativ zügig, denn der Rekord sind 13 Stunden. Einen Kilometer hinter der Grenze übergeben die rotarischen Helfer die Fahrzeuge an ukrainische Freunde – Soldaten und Zivilisten, einige von ihnen Rotarier. Und sie werden mit Rotary-Bannern empfangen, Menschen, die sich vorher nicht kannten, liegen sich in den Armen. Für die deutschen Helfer gibt es zudem ein Essen mit ukrainischen Spezialitäten, bevor sie zu Fuß nach Polen zurückkehren. Abholung kurz hinter der Grenze und Übernachtung.

Tag 3: Einige der deutschen Rotarier begeben sich auf den Heimweg, drei kehren zur Grenze zurück und überqueren sie erneut zu Fuß. Dort werden sie abgeholt und fahren mit Linda Mai, der Vorsitzenden des Blau-Gelben Kreuzes, nach Lviv. Es folgen emotionale Stunden. Zunächst ist es der Besuch eines Soldaten-Friedhofs. Hunderte Menschen besuchen ihre gefallenen Söhne und Töchter. Anschließend folgt eine Führung durch die Kinderklinik. Dort erfolgt die Übergabe eines Inkubators und Besuch der Frühchen-Station. Zum Abschluss gibt es ein üppiges Essen mit Vertretern aller zehn Rotary Clubs der Stadt. Überall werden wir mit größter Dankbarkeit empfangen und beschenkt. Es beschämt die Helfer schon fast. Gedankenversunken und die Eindrücke verarbeitend fahren die deutschen Rotarier zurück an die Grenze, überqueren sie zu Fuß. Abholung, Übernachtung, am vierten Tag eine lange Fahrt zurück.

Abschließend lässt sich sagen: Die Teilnehmer sind sich sicher: Diese Reise wird noch lange nachwirken – emotional, aber vor allem motivierend, noch mehr für die ukrainischen Freunde zu tun.

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