Titelthema

Faszinierendes Kulturgut

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Die Rose, in der Antike auch als Königin der Blumen bezeichnet, hat die Geschichte der Menschen wie keine zweite Pflanze begleitet.

Die Rose in der Geschichte

3500 v. Chr.
Schrifttafeln verraten, dass Rosen zur Herstellung von Parfüm in Mesopotamien verwendet werden.

1550 v. Chr.
Das älteste bekannte Rosengemälde ist Teil des „Freskos mit dem blauen Vogel“. Dieses wird von den Minoern auf Kreta gemalt.

700 v. Chr.
Der griechische Dichter Homer erwähnt Rosen in seinen Werken Ilias und Odyssee.

500 v. Chr.
Auf der Insel Rhodos sind Münzen mit Rosenprägung im Umlauf.

100 v. Chr.
Chinesische Händler, die nach Indien reisen, berichten von Rosengirlanden, die buddhistische Kultstätten zieren.

40 v. Chr.
Die altägyptische Königin Kleopatra VII. badet in Eselsmilch mit Duftrosenblättern. Diese sollen entkrampfend wirken.

794 n. Chr.
Als eine der wichtigsten Heilpflanzen gilt im frühen Mittelalter die Apothekerrose.

1244 n. Chr.
König Ganapati aus der Kakatiya-Dynastie im heutigen Indien befreit Rosenwasser, das nach China geliefert werden soll, vom Zoll.

1537 n. Chr.
Die beiden Portugiesen Domingo Paes und Fernaz Nunis berichten von Rosenplantagen in Indien.

1867 n. Chr.
Das Jahr gilt als Einschnitt. Der Franzose Jean-Baptiste Guillot hatte dank einer Kreuzung die Sorte „La France“ erfunden. Alle danach eingeführten Rosen werden als „Moderne Rosen“ bezeichnet.


Imposante Vielfalt

Je nach Zählweise schwanken die Angaben der Rosensorten zwischen 100 und 250, die bis zu 30.000 Arten zusammen aufweisen.


Rosenfarben und ihre Bedeutung

Rot
Liebe und Leidenschaft

Rosa
Glück

Gelb
Liebe und Leidenschaft

Orange
Freude

Pink
Erntedank

Weiß
Unschuld, Reinheit und Reue


Rosen in der weltweiten Heilkunde

Zahnfleischentzündungen und Magenschmerzen
Die alten Römer gurgelten Rosenpresssaft, um Zahnfleischentzündungen zu bekämpfen. Bei Magenschmerzen wurde Rosenpresssaft sogar getrunken.

Schlaflosigkeit
Rosenpresssaft mit Essig vermischt galt bei den Römern als Allheilmittel gegen Schlaflosigkeit. Aber es half auch bei Übelkeit und Fieber, wie Plinius der Ältere 77 n. Chr. in Schriften erklärt.

Kopfschmerzen
Im 13. Jahrhundert empfahl der andalusische Arzt Ibn al-Baitar bei Kopfschmerzen, Rosenwasser aufzukochen und den Kopf in den aufsteigenden Dampf zu halten.

Ohnmacht
Der persische Arzt Ibn Sina riet im 11. Jahrhundert dazu, Rosenduft bei Ohnmacht und schnellem Herzschlag einzusetzen.

Blähbauch
In der chinesischen Heilkunde wird bei einem Blähbauch dazu geraten, Rosenblütentee zu trinken. Dieser verbessert die Verdauung.

Menstruationsbeschwerden
Hildegard von Bingen erkannte im 12. Jahrhundert, dass Rosenblütentee Menstruationsbeschwerden lindert.

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