Und jetzt, KI?

Few-Shot Prompting: Mit Beispielen zu besseren KI-Ergebnissen

von Benjamin Seidel | 
 |  Lesezeit: 2 Minuten

Manchmal ist es schwierig, einer KI genau zu erklären, wie ein Text klingen soll. Sachlich, aber nicht langweilig. Locker, aber nicht flapsig. Genau hier hilft Few-Shot Prompting: Statt lange Anweisungen zu formulieren, bekommt die KI einige Beispiele, an denen sie sich orientieren kann.

Was steckt dahinter?

Beim Few-Shot Prompting erhält die KI neben der eigentlichen Aufgabe mehrere Beispiele. Anhand dieser erkennt sie Muster in Sprache, Aufbau, Länge oder Format und überträgt sie auf eine neue Aufgabe.

Schon zwei oder drei gut gewählte Beispiele können helfen, das gewünschte Ergebnis präziser zu treffen.

Ein einfaches Beispiel

Für einen Newsletter sollen regelmäßig kurze, lebendige Ankündigungstexte entstehen. Statt den gewünschten Stil ausführlich zu beschreiben, bekommt die KI zwei Beispiele.

Prompt-Beispiel:
Schreibe einen kurzen Newsletter-Teaser zum Thema künstliche Intelligenz im Alltag. Orientiere dich an Stil, Länge und Aufbau dieser Beispiele:
Beispiel 1: „Gutes tun kostet Zeit. Doch wie lässt sich ehrenamtliches Engagement mit Beruf und Familie vereinbaren? Neue Ideen zeigen, wie freiwilliger Einsatz auch im vollen Alltag gelingen kann.“

Beispiel 2: „Weniger verschwenden, mehr bewirken. Oft sind es kleine Veränderungen, die einen großen Unterschied machen. Doch wo lässt sich im Alltag am einfachsten anfangen?

“Übernimm den Stil, aber keine konkreten Formulierungen. Schreibe maximal 45 Wörter und ende mit einer Frage.

Ergebnis

„Künstliche Intelligenz ist längst im Alltag angekommen. Sie hilft beim Schreiben, Planen und Recherchieren. Doch wie lässt sich die neue Technologie sinnvoll nutzen, ohne dabei den eigenen Blick für das Wesentliche zu verlieren?” Die KI orientiert sich an den Beispielen und übernimmt deren grundlegende Struktur, ohne die Inhalte zu kopieren.

Warum das funktioniert

Sprachmodelle können Muster aus Beispielen innerhalb einer Anfrage erkennen und auf neue Aufgaben übertragen. Das wird auch als In-Context Learning bezeichnet. Die KI wird dabei nicht dauerhaft neu trainiert.

Entscheidend ist die Qualität der Beispiele: Je klarer sie den gewünschten Stil zeigen, desto besser kann sich die KI daran orientieren.

Wofür kann ich das nutzen?

Besonders hilfreich ist Few-Shot Prompting bei wiederkehrenden Aufgaben wie Newsletter-Teasern, Social-Media-Beiträgen, E-Mails, Überschriften oder Veranstaltungsankündigungen. Auch Informationen lassen sich anhand vorgegebener Beispiele bestimmten Kategorien zuordnen.

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