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von Christine Büring |
| Lesezeit: 3 Minuten

Gruß von der Assembly 2026 in Orlando

„Create Lasting Impact“ lautet das Motto für das rotarische Jahr 2026/27.

Während des diesjährigen Trainings der Governor elect aus aller Welt, die sich regelmäßig im Januar, also sechs Monate vor Amtsantritt zur Schulung in Orlando (Florida) treffen, stand vor allem das persönliche Wachstum im Mittelpunkt. Jeder, der bei Rotary Verantwortung übernimmt, verändert nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst und wird damit zu einer eigenen Rotary-Geschichte.

Wie in jedem Jahr wurde auch dieses Mal das Motto des Rotary-Jahres während der International Assembly erstmals verkündet. „Create lasting impact” steht ab dem 1. Juli als Leitgedanke an. Dieser Gedanke ist bei Rotary nicht neu, denn zum Beispiel die „Projects of Scale” unterstützen in Indien Bauern beim Umgang mit dem Klimawandel. Fortbildung und neue Techniken schaffen hier neue Chancen.

Der Kampf gegen Polio ist für Yinka Babalola und Rotary Foundation Chair 2026/27 Jennifer Jones weiterhin ein zentrales Anliegen und die beste Rotary-Story. DGE Peter Honsel teilt dieses Anliegen und organisiert daher in seinem Distrikt den Welt-Polio-Tag 2026 mit einem großen Fest im Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen. Schon heute lädt er die rotarische Familie dazu ein.

Persönliche Geschichten standen im Mittelpunkt des Programms der sieben jeweils einstündigen Plenary Sessions, oft sehr bewegend vorgetragen von Rednerinnen und Rednern aus der ganzen Welt. Es sind berührende Geschichten, die dazu bringen, aktiv zu werden – die Governor elect wurden auch in den 90-minütigen Breakout Sessions immer wieder aufgefordert, ihre eigenen und die Geschichten in ihrem Distrikt zu finden und zu reflektieren.

Zum Beispiel Avery: Das Mädchen war gerade mal neun Jahre alt, als sie beschloss, Kindern in Kinderheimen Haarprodukte zu schenken. Daraus entstand das Projekt Avery’s helpful hairkits.

Partnerschaften werden zu einem immer wichtigeren Teil der rotarischen Arbeit. Rotary ist gut darin, Partner an einen Tisch zu bringen und gemeinsam Projekte aufzusetzen, die nicht nur an der Oberfläche, sondern an den Wurzeln eines Problems wirken, betonen Stella Dongo aus Zimbawe und Amanda Ellis aus Neuseeland. Impact – Wirkung – heisst, die Projekte langfristig zu denken. Damit das, was wir tun, auch nach Projektende und ohne Rotary das Leben von Menschen positiv verändert.

Ein wirklich bewegender Moment war die Geschichte von Ravishankar Dakoju und seiner Frau Paola. Aus eigener Kraft haben sie ein sehr erfolgreiches Unternehmen in Bangalore geschaffen und beschlossen, 80 Prozent ihres Vermögens der Rotary Foundation zu spenden. Als Governor elect versprach Ravishankar, 50 Millionen Dollar für die Zwecke zu geben, die ihm wichtig sind: Umwelt, Bildung und menschenwürdiges Wohnen.

Für die künftigen Amtsträger aus Deutschland, Üsterreich und aller Welt gab die Assembly großartigen Input, Anregungen, Inspiration, die sie in ihrem Amtsjahr beflügeln werden.

Christine Büring

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