Für neuen Lebensraum

RDG: In der RDG-Reihe zu District Grants geht es um Projekte mit Nachahmungs-charakter. Das folgende Beispiel zeigt, wie der RC Achern-Bühl die finanzielle Unterstützung durch die Rotary Foundation für den Artenschutz eingesetzt hat
Bereits seit einigen Jahren gehören Umwelt- und Naturschutz zu rotarischen Kernthemen. Auch für den RC Achern-Bühl bilden sie zentrale Elemente im Club-Engagement. Den Clubmitgliedern liegt der Erhalt der Natur in der Schwarzwaldregion am Herzen. Blühstreifen zur Artenrettung oder Schwalbenhäuser für einen sicheren Fortbestand sind hier als Beispiele zu nennen. Initiator ist dabei meistens Christian Gospos (RC Achern-Bühl und Umweltbe-auftragter des Distrikts 1930). Über seine Kontakte zum Naturschutzbund Deutschland e. V. (Nabu) und ortsansässigen Hochschulen ist er stets über regionale Entwicklungen auf dem Laufenden, auch gerne distriktübergreifend. So erfuhr er von dem Nabu-Vorhaben zum Schutz von Fledermäusen im Christophstal in der nordöstlichen Schwarzwaldregion. Vier unterschiedliche Fledermausarten haben hier ihren Lebensraum in alten Stollen und verlassenen Häusern, alle sind im Bestand gefährdet. Verursacht ist dies durch akuten Quartiermangel aufgrund baulicher Maßnahmen, denn die nachtaktiven Tiere nutzen auch Unterschlupfe an Gebäuden.
Arterhalt
Das vom Nabu entwickelte Konzept zum Arterhalt der heimischen Fledermäuse floss in die Gestaltung der „kleinen“ Landesgartenschau „X-Tal“ 2025 ein. Teil davon war das District-Grant-Projekt des RC Achern-Bühl, über das eine sogenannte Fledermausstele finanziert wurde, die eine erprobte Lebensraumalternative darstellt. Entworfen wurde die Ersatzbehausung als Holzbetonkasten vom Fledermausexperten Dr. Christian Dietz. Sie bietet aufgrund der Materialienauswahl warme Hängplätze und im Sommer Schutz vor Überhitzung. Aufgrund der Konstruktion mit verschiedenen Spaltenbreiten finden auch verschiedene Fledermausarten ein neues Zuhause. Fledermauskästen mit zugehöriger Stele können nach regionalen Bedürfnissen angepasst werden. Für das Errichten entstehen Kosten in Höhe von rund 4000 Euro.
In dem Beispiel leistet die Rotary Foundation einen Beitrag zur Anschubfinanzierung. Das Projektteam greift für die Umsetzung auf die Expertise des Nabu zurück, der im Weiteren die Dauerpflege übernimmt.
Bei anstehenden Clubprojekten sollten District Grants als mögliche Fördermittel nicht vergessen werden. Wichtig ist zunächst aber immer, dass der Fördertopf auch über die EREY-Spenden gefüllt wird.
Infos zum Projekt
Für interessierte Clubs steht Christian Gospos als Ansprechpartner zur Verfügung.
E-Mail: ch.gospos@web.de
Sie möchten mehr über District-Grant-Projekte erfahren?
Schreiben Sie an briefkasten@rdgduesseldorf.de




















