Rotary-Friedenstour

Ein Vortrag über Rotarys Vergangenheit führte einst deutsche und französische Freunde zusammen. Jetzt treffen sie sich regelmäßig – jeweils mit einer Tour zum Nachbarn.
Am 13. März 2026 gibt es erneut einen Vortrag über die Kooperation der Rotarierinnen und Rotarier aus Frankreich und Deutschland. Robert Bossmann und John Lohrenz (RC Leverkusen-Rhein-Wupper) werden zum Rotary E-Club Köln reisen und dort einen Vortrag halten.
Vor etwa drei Jahren hatte Bossmann bereits einen Vortrag über Rotary unter dem Nationalsozialismus im RC Sanary-Bandol-Ollioules gehalten. Damals waren ebenfalls Freundinnen und Freunde aus den Nachbarclubs, sowie viele Ehepartner dabei. Die französischen Freunde waren sehr beeindruckt darüber, dass rotarische Freunde aus Deutschland dieses Thema aufgearbeitet haben und weiter aufarbeiten. So entstand der Gedanke, sich ebenfalls mit der Vergangenheit Rotarys und dem Tun der Organisation im Zweiten Weltkrieg zu beschäftigen – in Frankreich. Dies führte zu einem internationalen Treffen der Clubs plus eines Partnerclubs aus Imperia in Italien im Jahr 2025 und insgesamt 16 Teilnehmern aus ganz Deutschland, darunter acht Rotaracterinnen und Rotaracter.
Besucht wurde dabei gemeinsam ein französisches Deportationslager bei Aix-en-Provence sowie das Städtchen Sanary-sur-Mer, wo in den 30er Jahren und während der deutschen Besatzung viele deutsche und österreichische Intelektuelle Zuflucht gefunden hatten ("Exil unter Palmen"), darunter Thomas Mann und Berthold Brecht. Die Reise brachte auch ein Meeting mit Berichten der Nachkommen von Zeitzeugen und natürlich schöne gemeinsame Erlebnisse, wie beispielsweise der Besuch eines renommierten Weinguts samt Verkostung und Abendessen.
Die deutschen Besucher standen nicht im Mittelpunkt, waren jedoch zahlenmäßig sehr gut vertreten. Besonders gut gefiel den Franzosen, dass so viele junge Teilnehmer aus Deutschland dabei waren. Die Wiederholung eines solchen Treffens steht sicher demnächst wieder auf dem Plan.




















