Eine Erfahrung, die prägt

Einen Auslandsaufenthalt ermöglichte der RC Bonn in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft einer 16-jährigen Schülerin aus Bonn und einem 23-jährigen Medizin-Studenten aus Japan.
Ein Aufenthalt im Ausland – und sei er auch nur kurz – ist für junge Menschen eine Erfahrung, die ihr Leben prägt. Hier zwei Beispiele aus dem RC Bonn.
Kosuge Fujita kommt aus der Präfektur Miya nahe Osaka. Der angehende Mediziner hatte sich für den Austausch mit Deutschland entschieden, weil ihn die Kultur interessierte, das Land eine akademische und wissenschaftliche Tradition hat – „und es war weit genug weg von Japan“, wie er augenzwinkernd hinzufügt. Er suchte also eine wirklich tiefgreifende Erfahrung und bekannte auch gleich, wie nervös und aufgeregt er bei der Anreise war.
Dass die Sprache das größte Hindernis sein würde, lag auf der Hand. Aber jenseits von Vokabeln und Redewendungen überraschte ihn, wie offen in Deutschland Fragen gestellt werden: „Ich musste lernen, mich nicht davor zu fürchten, auch inhaltliche Fehler zu machen.“
Was ihm auch auffiel: Deutsche Studenten seien aktiver als jene in Japan. Er habe sich jedenfalls sehr über die freundliche Aufnahme gefreut, die ihm überall begegnete.
Und noch eine Erkenntnis: „Die Welt ist größer als ich dachte, und das hat nicht nur etwas mit geografischen Distanzen zu tun.“ Er wünscht sich, dass mehr junge Menschen Gelegenheit haben, die Erfahrung eines solchen Austauschs machen zu können: „Du wächst dabei als Mensch.“

Philine Rieske aus Bonn hatte die Chance, für drei Wochen nach Kagawa zu reisen, wo sie vom RC Takamatsu in der Präfektur Kagawa im Norden der Insel Shikoku betreut wurde. In gleich drei Gastfamilien konnte sie Einblick in den japanischen Alltag bekommen und dabei zum Beispiel lernen, wie man Udo-Nudeln zubereitet. Auch hier war die Sprache eine Hürde, aber mit interaktiven Übersetzungs-Apps klappte es. „Ich habe dabei gelernt, wie wertvoll Kommunikation ist“, sagt Philine. Als es nach der Landung in Japan Probleme mit der Verständigung gab, war es schon ein aufregender Moment, bis sie schließlich von ihren Gastgebern in Empfang genommen wurde.
Die junge Deutsche wurde in Takamatsu sogar vom Gouverneur Toyohito Ikeda und von Bürgermeister Hideto Onishi empfangen und auch für den Lokalsender interviewt.
























