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Rotarys Schwerpunktbereiche

 - Rotarys Schwerpunktbereiche
© RC Innsbruck

Die Rotary Foundation hat sechs Schwerpunktbereiche definiert, in denen Club- und Distrikt- ­projekte finanziell gefördert werden können. Damit soll das Serviceprofil der Organisation geschärft werden – auch zur Vereinfachung der Suche nach internationalen Partnerorganisationen

Matthias Schütt01.12.2015

Blut spenden
Gesundheitsvorsorge

Blutspenden ist ein Thema, das immer wieder einmal in die Schlagzeilen gerät. Meist wenn in den Sommermonaten die Vorräte der Blutbanken knapp werden. Laut Schleswig-Holsteinischem Zeitungsverlag (shz) werden in Deutschland täglich 15.000 Blutspenden benötigt, aber nur drei Prozent der Deutschen seien zu Spenden bereit. In Frankreich ist man da weiter, wie der Rotarian berichtet. Dort gibt es seit 1998 eine Distrikt-übergreifende Rotary-Initiative unter dem Slogan „Mein Blut für andere“, die sich inzwischen auf 400 Clubs in über 100 Städten stützen kann. Jedes Jahr werden in großen öffentlichen Aktionen an einem Wochenende viele neue Blutspender gewonnen. 

 

RFPD fördert

Gesundheitsfürsorge


für Mutter & Kind 14 Clubprojekte zur Müttergesundheit/Familienplanung im Volumen von 611.500 Euro hat die deutsche Sektion der Rotarian Action Group for Popu­lation & Development (RFPD) im vergangenen Jahr mit rund 113.000 Euro gefördert. Aktuell sind neun Projekte mit knapp 1,3 Millionen Euro (RFPD-Anteil: 129.000 Euro) in der Umsetzung. Das waren die wichtigsten Zahlen der RFPD-Mitgliederversammlung Mitte Oktober. Dabei wird die Förderung nicht ausschließlich auf Müttergesundheit ausgerichtet, auch anders gewichtete Projekte kommen infrage, solange sie den RFPD-Zielen entsprechen. Um die Kontakte zu den Clubs zu stärken, werden nach und nach in allen Dis­trikten RFPD-Botschafter benannt. Aber auch nach außen wirbt RFPD um Aufmerksamkeit für seine Themen. Bei seiner nächsten Sitzung will der Beirat mit Bundestagsabgeord­neten zusammenkommen. 

 

Buntbarsche für Haiti

Wasser & Hygiene

 

20 Jahre ist es her, seit der Fischexperte Dr. Valentin Abe für ein Projekt des RC New Smyrna Beach (Florida/USA) nach Haiti kam, um dort mit einem Grant der Rotary Foundation eine Fischwirtschaft aufzubauen. Mit jährlich zwei Millionen Pfund Tilapia für den heimatlichen Markt beschäftigt die Firma Caribbean Harvest heute 45 Mitarbeiter direkt in der Aquakultur und weitere 250 Familien, die selbst als Unternehmer Fische aufziehen. Ihr Jahreseinkommen liegt mit 3000 US-Dollar weit über dem Landesdurchschnitt. Der frühere US-Präsident Bill Clinton nominierte Abe 2010 für die Liste der 100 einflussreichsten Menschen des US-Magazins Time. 

 

Strategischer Partner

Wirtschafts- und Kommunalentwicklung

 

Rotarier entwickeln nicht nur Projekte zu den sechs Schwerpunkten, Rotary International beteiligt sich auch an Diskussionen zu grundlegenden Fragen des sozialen Fortschritts. Gleich zweimal in jüngster Zeit bezog RI-Generalsekretär John Hewko Stellung für Rotary als Serviceclub in globaler Verantwortung. In einem Diskussionsbeitrag zum Weltwirtschaftsgipfel für Südamerika analysierte Hewko die Schlüsselrolle der Elementarbildung für die Wirtschaftsentwicklung eines Landes, in Evanston begrüßte er als Gastgeber eines runden Tisches eine Reihe von Experten, die die künftige Wasserversorgung im Großraum Chicago und an den Großen Seen diskutierten. 

 

Sicherer Schulweg

Elementarbildung

 

Mehrere Stunden durch den Dschungel musste Cecilia Matuya jeden Tag zur Schule laufen – wie viele Kinder auch heute noch in dem ab­gelegenen Landesteil Malaysias, aus dem die Präsidentin stammt. Sie war das erste Kind ihres Dorfes, das eine Schulausbildung abschließen konnte. Nun hat sie als Präsidentin des RC Bukit Kiara Sunrise für den Bau einer Herberge gesorgt. 60 Kinder finden hier sichere Unterkunft neben ihrer Schule. Zum Wochenende kehren sie nach Hause zurück.

 

 

Matthias Schütt

Matthias Schütt ist selbständiger Journalist und Lektor. Von 1994 bis 2008 war er Mitglied der Redaktion des Rotary Magazins, die letzten sieben Jahre als verantwortlicher Redakteur. Seither ist er rotarischer Korrespondent des Rotary Magazins und seit 2006 außerdem Distriktberichterstatter für den Distrikt 1940.