RDG-Stipendien - Talente fördern über Stipendien

Der „Handwasch-Tanz“ ist heute an zahlreichen Schulen Kenias verbreitet © Privat

01.03.2017

RDG-Stipendien 

Talente fördern über Stipendien

Sybe Visser

Für viele Clubs ist es selbstverständlich, talentierte Studenten und Graduierte zu unterstützen. Hier können aber auch District und Global Grants helfen.

Rund 14 District-Grant-Projekte för­derten bisher Studenten verschiedenster Fachrichtungen, hauptsächlich an deutschen Hochschulen.  Sie sind gedacht für Grund- und weiterführende Studien in allen beliebigen Fachrichtungen vor Ort oder im Ausland. Der Zeitraum der Beihilfe kann zum Beispiel ein sechswöchiges Intensivprogramm wie auch ein einjähriges Stipendium für ein Universitätsstudium umfassen. Global-Grant-Stipendien unterstützen dagegen weiterführende Studien für Graduierte. Sie sind etwa vergleichbar mit den früheren Ambassadorial Scholarships. Hie­rüber werden solche Kandidaten gefördert, deren bisheriger Werdegang und geplante Ausbildung in mindestens einen der sechs Fokusbereiche der Rotary Foundation einzuordnen sind. Clubs wie auch Distrikte können über einen Global Grant einen Sti­pendiaten ein bis vier Jahre fördern.  

Insgesamt 25 Stipendiaten wurden seit 2014 in Deutschland über Global Grants gefördert. Die Ersten stehen erfolgreich im Berufsleben. Knapp die Hälfte der deutschen Distrikte beantragte bisher Global- Grant-Stipendien als Distriktprojekt, drei davon regelmäßig.

Global-Grant-Pionier Sven Jungmann
Einer der ersten Anträge kam vom Distrikt 1860, der 2014 den Arzt Sven Jungmann för­­­derte. Jungmann interessiert sich in ­seinem Berufsfeld für Lösungen globaler Fragen, wie zum Beispiel die Optimierung medizi­nischer Infrastruktur in Drittweltländern.

Über sein Rotary-Stipendium absol­vier­te er als einziger Mediziner und einziger Deut­scher das Aufbau-Masterprogramm Public Policy an der britischen Universität Oxford. Der Studiengang lieferte ihm ein fundiertes Wissen, um gesundheitliche Pro­bleme in einen gesellschaftlichen Kontext zu setzen. Während seines Studiums war er für den Distrikt 1860 auch in das Distriktprojekt in Rarieda, Kenia eingebunden. Zusammen mit der Hilfsorganisation Rafiki entwickelte er vor Ort einen Handwasch-Tanz, um Kinder zu bes­serer Hygiene zu erziehen.

Dieser Tanz ist mittlerweile an vielen Schulen in Kenia verbreitet. Heute arbeitet Internist Jungmann am Helios Klinikum Emil von Beh­ring in Berlin und beschäftigt sich weiter mit Themen der Verbindung zwischen Me­di­zin und Politik, beispielsweise enga­giert er sich in multidisziplinären Arbeitsgruppen. unter andem auch am Peter L. Reichertz Institut, das auch Expertise für das Bundesministerium für Gesundheit liefert.

Hilfreicher Zuspruch
Jungmann bewertet sein Stipendium als Wegbereiter: „Die Unterstützung, die ich durch Rotary erfahren habe, war mehrfach lebensverändernd. Alleine die Erfahrungen, die ich in Kenia und Oxford machen ­durfte zeigten mir unzählige Perspektiven auf und vermittelten neue Fähigkeiten, die mich meinen Lebenszielen in großen Sprün­gen näher gebracht haben. Aber eine Sache steht für mich ganz besonders im Vordergrund, wenn ich auf meine Erfahrung zurück­blicke: Rotary gibt Menschen nicht nur Chancen, ihre persönlichen Lebensziele zu verwirklichen, sondern signalisiert auch Glauben an deren Zukunft. Dieser ­Zuspruch ist unfassbar hilfreich, insbesondere wenn man unkonventionelle Wege geht.“

Neben den Möglichkeiten durch die Rota­­ry Foundation gibt es in Deutschland auch verschiedene andere rotarische Förderer. Die Stiftung Der Rotarier richtet sich beispielsweise an Studierende aus den Ländern Mittel-Osteuropas für Studien in Deutschland und Österreich. Für die Verbesserung der Völkerverständigung unter­stützt auch der Distrikt 1820 jährlich rund zehn Stipendiaten aus osteuropäischen Ländern. Jährlich werden durchschnittlich knapp eine Million Euro für Stipendien von Rotary Deutschland bereitgestellt. Nicht berücksichtigt sind hierbei noch die Stipen­dienzahlungen, die direkt über die Förder­vereine der deutschen Clubs erfolgen.


Kontakt bei RDG
Rotary will nicht nur Schwächeren helfen und Probleme lösen, sondern auch gezielt Talente ­fördern, insbesondere international. Sprechen Sie RDG für weitere Informationen über die Unterstützung von Studenten an:
Renate Renker: renate.renker@rdgduesseldorf.de

Erschienen in Rotary Magazin 3/2017

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