https://rotary.de/auf-die-ente-fertig-los-a-1802.html
Weitra, Zwettl

Auf die Ente, fertig, los!

Das Waldviertel gilt vielfach als verträumt, die rotarische Projektarbeit kann damit aber nicht gemeint sein

Heinrich Marchetti-Venier12.10.2012

Über 2500 nummerierte Quietschenten sind unterwegs, jede zuvor von den 350 Zuschauern erworben und auf einem Bach ausgesetzt. Von selbst 300 Meter weit geschwommen, hat sie schlussendlich ein riesiger Trichter aufgefangen. Die Besitzer der schnellsten Entlein werden Gewinner attraktiver Hauptpreise und der Clubertrag lässt sich sehen. Die Premiere des Entenrennens, eine tolle Idee, ist beim RC Weitra selbst ein Renner und Familienfest. Ein Jahr alt, aber voll der Schaffensfreude, fehlt es dem Club trotz des Sommerlochs nicht an Ideen. Sollen sich da andere Clubs ein Beispiel nehmen? Bereits zuvor waren Benefiz-Golfturniere und Theateraufführungen über die Bühne gegangen. Weil sich der Verein „Tut Gut“ schon lange um die Kinderabteilung des Landesklinikums Zwettl kümmert, wurde ihm der Erlös beider Events zugesprochen.
Und immer noch ist kein Ende der guten Taten in Sicht. Mit einem zweiten Golfen im Herbst, aber noch mehr mit einer ganz speziellen Theateraufführung werden Projekte wie die Unterstützung von Behinderten weiter verfolgt. Man lädt parallel tagsüber zum Golfen und abends zum Theater „Grenzenlos“ in Gmünd ein, wo das Stadttheater Ljubljana mit einem Theaterverein vor Ort eine slowenische Komödie zum Besten gibt.
Auch der Patenclub, der RC Zwettl, ist nie untätig. Sein Sommer-Hauptevent ist ein Sprachcamp. Während andere Clubs sich nur alle paar Jahre ein Camp zutrauen, schafft es dieser Club jedes Jahr, Jugendlichen nicht bloß Deutsch, sondern darüber hinaus ein reiches Erlebnis niederösterreichischer Landschaft und Kultur zu vermitteln. 18 Jugendliche aus 14 Nationen haben heuer neben dem üblichen Ablauf mit Rafting, Klettern und Kulturbesuchen auch Reiten, Volksmusizieren und Volkstanzen kennengelernt.
Heinrich Marchetti-Venier

DDr. Heinrich Marchetti-Venier wurde in Oberösterreich geboren. Nach dem Abitur nahm er ein Studium des Lehramtes sowie der Geistes- und Naturwissenschaften an den Universitäten Salzburg auf, es folgten die Stationen, Wien, München, Bochum, Turin, Strasbourg und Washington. Anfangs Tätigkeit in der Raumordnung, später als Historiker und Privat-Gutachter sowie Autor. Er hatte lange Zeit das Amt des Distriktberichters für die österreichischen Distrikte D 1910 und 1920 inne. Heinrich Marchetti-Venier starb im November 2015.