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Bernau

Alte Autos - junge Sieger

Bernau - Alte Autos - junge Sieger
Ein Hingucker der diesjährigen Barnim-Rallye war dieser Oldtimer - ein Chevrolet Caprice © Holger Großmann

Es geht nicht um die dicksten Motoren oder die schnellste Zeit, sondern um die meisten Punkte. Wer die Barnim-Rallye des RC Bernau bei Berlin gewinnen will, muss sich in Geschichte, Kultur und Natur auskennen

Matthias Schütt17.05.2016

Seit zehn Jahren lädt der RC Bernau bei Berlin Clubfreunde, Rotarier anderer Clubs und Gäste im Frühjahr zu einer Rallye durch den Barnim. Das ist eine Landschaft nordöstlich von Berlin, die nicht auf den großen Straßen, sondern eher auf Nebenstrecken durchfahren werden soll, um interessante, manchmal versteckte und unbekannte Orten aufzuspüren. Deshalb ist die Rallye auch traditionell keine Rennveranstaltung, sondern es soll „eine vergnügliche Fahrt sein, bei der es darum geht, knifflige Aufgaben zu lösen, historische Bezüge, Kultur und Natur unseres näheren Umfeldes zu erkunden”, erläutert Altpräs. Uwe Rosenkranz. „Die Rallye hat in jedem Jahr den Blick auf unsere unmittelbare Heimat erweitert, auf Historisches und Aktuelles, auf Denkmäler, Architektur, Kunst, Sport und Personen.”  

Bei der diesjährigen Jubiläumsrallye ging es für 80 Teilnehmer und fast 40 Fahrzeuge 180 Kilometer kreuz und quer durch das Ruppiner Land und den Barnim. Dabei galt es beispielsweise, den Ursprungsort einer bekannten Widerstandsgruppe gegen die Nationalsozialisten zu finden: die Rote Kapelle im Schloss Liebenberg. Sieger wird, wer sich die meisten Punkte im Fragenkatalog erarbeitet und — bei Gleichstand — den kürzesten Weg vom Start zum Ziel gefunden hat. Sieger in diesem Jahr wurden zwei junge Frauen: Susanne Diehm und Elisabeth Lange im schnittigen Cabrio.

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Das junge Siegerteam: Susanne Diehm und Elisabeth Lange, (c) Holger Großmann

In den zehn Jahren hat der RC Bernau bei Berlin aus den Erlösen der Rallye zahlreiche Projekte finanziert, u.a. wurden der Weiße Ring, die Bernauer Tafel sowie Operationen am Grauen Star in Äthiopien gefördert.

Matthias Schütt

Matthias Schütt ist selbständiger Journalist und Lektor. Von 1994 bis 2008 war er Mitglied der Redaktion des Rotary Magazins, die letzten sieben Jahre als verantwortlicher Redakteur. Seither ist er rotarischer Korrespondent des Rotary Magazins und seit 2006 außerdem Distriktberichterstatter für den Distrikt 1940.