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Distrikt 1820

Auch Rotaract ist international

Distrikt 1820 - Auch Rotaract ist international
Gemeinsam mit indischen Rotaractern in Neu Delhi auf dem Weg zum Rotary Meeting (v.l.n.r.): Tanya Gupta, Sebastian Hallmann, Christian Püschel, Hendrick Steinbrecher, Stefanie Friese, Himanshu Gupta, Alexander Storck, Jatin Gupta, Puneet Gupta. © Sebastian Hallmann

Das von hessischen Rotaractern entwickelte Austauschprogramm IDYE hat seine Bewährungsproben bestanden.

Christian Kaiser16.03.2016

Für Rotary gehören geregelte Austauschprogramme auf Distriktebene - nicht nur für Jugendliche sondern auch für junge Erwachsene - seit langer Zeit zur selbstverständlich gelebten Internationalität. Bei Rotaract, der „Jugendorganisation“ für 18-30-Jährige, gab es bis vor Kurzem nichts dergleichen.

Inzwischen entwickelte Sebastian Hallmann, manchen noch bekannt als Distriktsprecher (2014/15), ein eigenes Rotaract-Austauschprogramm. Mit beteiligt an der Entwicklung von IDYE (Inter District Youth Exchange) war Himanshu Gupta aus D3010 (Neu-Delhi, Indien), den Sebastian Hallmann bei der Gründungscharter des Rotaract Clubs Frankfurt/Main-International kennengelernt hatte.

Das Ausrauschprogramm IDYE unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von den rotarischen Programmen für junge Erwachsene. So ist der rotarische Austausch nach den Regeln von GSE (Group Study Exchange) und VTT (Vocational Trainig Team) ausschließlich für gezielt ausgesuchte junge Berufstätige gedacht; eine Teilnahme von Rotariern - mit Ausnahme des Teamleiters - ist ausgeschlossen. Ein Austausch beruflicher Erfahrungen mit entsprechender Horizonterweiterung steht mit im Vordergrund.

Teilnehmer am IDYE sind dagegen die Rotaracter selbst. Ohne Beteiligung höherer „Hierarchieebenen“ wird der Austausch unbürokratisch direkt zwischen zwei Distrikten vereinbart.  Jeweils fünf Bewerber werden nach bestimmten Kriterien ausgewählt. Absicht ist, ein Team mit motivierten und engagierten Rotaractern aus möglichst vielen Clubs zusammenzustellen - auch um so den Zusammenhalt innerhalb des Distriktes zu fördern.

Die Bewerber senden Lebenslauf und Motivationsschreiben an das amtierende Distriktteam; bei gleicher Qualifikation entscheidet das Los. Die Auserwählten verpflichten sich gleichzeitig, Planung und Durchführung des Gegenbesuchs im eigenen Distrikt zu unterstützen.

AKTIONEN UND BESUCHE

Zentrale Programmpunkte des Austauschs sind Besuche von Rotaract- und Rotary-Clubs, aktive Teilnahme an Sozialaktionen, Betriebsbesichtigungen und – last not least - auch Sightseeing. Hierbei werden zahlreiche Clubs im Distrikt eingebunden, die jeweils für eine Station der Reise mit Übernachtungen zuständig sind. Die Gäste zahlen nur Flug und Versicherung; alle Ausgaben vor Ort, wie Essen, Eintritte und Verkehrsmittel übernimmt der gastgebende Distrikt.

Bereits der erste Austausch mit D3010 (Indien) im Jahr 2013/14 war ein Erfolg. Die dabei gewonnenen Erfahrungen wurden von Johanna Möller (Assistant-Distriktsprecherin) in das IDYE-Regelwerk eingearbeitet, so dass Planung und Ablauf des Programms inzwischen mit der von Rotary gewöhnten Professionalität erfolgen.

Der zweite Austausch nach IDYE wurde 2014/15 mit Sao Paulo (Brasilien) durchgeführt – ein Besuch der Rotary World-Convention inklusive.

NÄCHSTES JAHR: MEXIKO

Aktuell (März, April 2016) läuft ein Austausch mit Oklahoma (USA), an dem sich auch der deutsche Distrikt 1860 (Rheinland-Pfalz) beteiligt. Für nächstes Jahr wird ein Austausch mit Mexiko angestrebt.

 Auch außerhalb von IDYE sind die hessischen Rotaracter international unterwegs. Jüngstes Beispiel ist das „Rotaract Europe Meeting“, das im Januar 2016 in Sankt Petersburg stattfand. Allein 9 der 75 deutschen Rotaracter kamen aus unserem Distrikt.

Die vielen Reiseaktivitäten haben inzwischen auch mit internationalen Hilfsaktionen ein Pendant gefunden. So beteiligen sich die hessischen Rotaracter selbstverständlich auch an der diesjährigen Bundessozialaktion; hier werden nach dem „Kauf-eins-mehr“-Programm gespendete Rucksäcke für bedürftige Kinder in Liberia und Malawi mit Schulmaterialien bepackt.

Mehr auf www.d1820.rotaract.de

Christian Kaiser

Christian Kaiser wurde 1942 in Hessen geboren, machte Abitur in Hanau. Studium der Agrarwissenschaften in Göttingen und Bonn mit Promotion. Pächter der Hessischen Staatsdomäne Kinzigheimerhof bis 2004. Öbuv. Sachverständiger. Verheiratet, zwei Kinder. Seit 1981 im RC Hanau. Präsident 1999/2000, PHF+3 und Distriktberichterstatter für D 1820.