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EFERDING/GHANA

Bildungschancen für Ghana

EFERDING/GHANA - Bildungschancen für Ghana
Rotarier und Bäckermeister Wilhelm Moser knetet mit seinen ghanaischen Kollegen in der Backstube © Verena Rösslhumer

Mit einem Global Grant schafft der RC Eferding die Grundlage für eine qualifizierte praxisorientierte Ausbildung in einem Dorf in Ghana

Gustav Oberwallner01.07.2016

Das Dorf Kwamekrom im Osten Ghanas benötigt dringend eine nachhaltige Verbesserung der Strom- und Wasserversorgung sowie der Straßenverbindungen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Der RC Eferding setzt mit seinem Global-Grant-Projekt bei der Bildung an und unterstützt vor Ort Verena Rösslhumer beim Aufbau einer praxisorientierten Schulausbildung.

Im ersten Schritt wurde die Infrastruktur der Schule aufgebaut, einschließlich Brunnenbohrung, Solaranlage, sanitärer Einrichtungen und Schulbus für die praxisorientierte Fachausbildung in der Landwirtschaft und in einer eigenen schulinternen Bäckerei. Zusätzlich wird zwei Lehrern eine dreijährige Ausbildung ermöglicht. Die Gesamtinvestition beträgt rund 50.000 Euro. Davon tragen Club und Distrikt jeweils 26 Prozent, der Partnerclub Gerolzhofen-Volkach (Distrikt 1950) zehn Prozent und die Rotary Foundation 38 Prozent.

Ansprechpartner vor Ort
Mit dem Start des Schulbaus 2011 begann eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Verena Rösslhumer, einer jungen Frau, die mit ihrem Verein „Chance for Ghana“ schon mehrere Bildungs- und Sozialprojekte realisiert hat. Auf Besuchen konnten sich die Rotarier vom effizienten Ablauf des Projekts überzeugen. In einer zweiten Phase strebt der Club einen weiteren Beitrag zur regionalen Entwicklung durch die fachliche Unterstützung beim Aufbau einer weiteren Schule in einem Nachbardorf an. Das geplante Projektvolumen liegt hier bei rund 175.000 Euro.

Das Schulprojekt des RC Eferding war das Musterbeispiel, an dem der Foundation-Beauftragte Klaus Hötzenecker, RC Linz-Süd, kürzlich den versammelten Clubbeauftragten des Distrikts aufzeigte, wie man in Zusammenarbeit mit der Rotary Foundation erfolgreiche Projekte entwickelt. „Ich möchte die Clubs ermuntern, stärker die Möglichkeiten der Foundation für internationale Hilfsprojekte zu nutzen“, beschreibt Hötzenecker seinen Ansatz. „Dabei wäre es sinnvoll, möglichst Nachbar- oder Partnerclubs einzubeziehen. Das erhöht nicht nur das Fördervolumen, sondern vereinfacht auch Antragsverfahren und Projektabwicklung.“