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Friedrichshafen / Lindau

Deutsch lernen und Spaß haben

Friedrichshafen / Lindau - Deutsch lernen und Spaß haben
Die betreuten Kinder auf dem Seegrundstück des DLRG-Heims in Langenargen. In der hinteren Reihe Präsident Rolf Müller und die Mitglieder des Betreuungsteams

Rotarier fördern Flüchtlingskinder im Sprachcamp. Im DLRG-Heim in Langenargen stehen Deutsch und viel Spaß auf dem Programm. Sorgen können für einige Tage vergessen werden und neue Freundschaften entstehen.

Peter Leinberger22.07.2015

Der RC Friedrichshafen-Lindau hat im Mai unter Leitung von Präsident Rolf Müller Flüchtlingskinder ins DLRG-Heim nach Langenargen eingeladen, um im Rahmen eines Sprachcamps Deutschkenntnisse zu vermitteln und zu vertiefen. Hintergrund war ein Projekt des RC Friedrichshafen-Lindau und des Landratsamtes des Bodenseekreises. Dabei wurden die Aufgaben zwischen dem Landratsamt und dem Rotary Club geteilt. Das Landratsamt sorgte für drei Lehrkräfte und für das Betreuungsteam. Rotary war für das Ausflugsprogramm, die Versorgung und die Unterbringung verantwortlich. Das idyllisch, unmittelbar am Bodensee gelegene rustikale DLRG-Heim war der ideale Ort für die Gestaltung dieses Sprachcamps. Fünf Tage lang waren 19 Kinder aus Mazedonien, dem Kosovo, Serbien, Georgien, Syrien und der Türkei zusammen, um auf spielerische Art die Grundlagen der deutschen Sprache vermittelt zu bekommen. Wichtig war es, den Kindern sprachlich Sicherheit in Alltagssituationen zu geben. Malen, Sprechen und Schreiben während des Unterrichts und die Kommunikation in der Freizeit, bei den Mahlzeiten, beim Spiel und bei den Ausflügen waren wunderbare Möglichkeiten, dies zu erreichen und sich näherzukommen. So organisierte Rolf Müller mit seinem Team neben den regelmäßigen Übungsstunden ein kurzweiliges Unterhaltungsprogramm für die vom Schicksal geplagten Kinder. Ideal war die Möglichkeit, nach dem morgendlichen Unterricht neben dem DLRG-Heim Fußball zu spielen. Auch brachten der Besuch eines Kletterparks, des Dornier-Museums und das Segel- und Motorbootfahren eine Vielzahl neuer Eindrücke und Erfahrungen. Besonders das abendliche Grillen und die Geschichten am Lagerfeuer erwiesen sich als sehr wichtig, um Freundschaften über die Sprachgrenzen hinweg zu schließen.


So knüpften die Elf- bis 13-jährigen Mädchen und Jungen schnell Freundschaften untereinander und konnten ihre Sorgen für einige Tage vergessen.Die Organisatoren des RC Friedrichshafen-Lindau, die Lehrerinnen und die Betreuer sind sich in der Einschätzung einig, dass das Sprachcamp für die Kinder ein unvergessliches Erlebnis war. 

Peter Leinberger
Peter Leinberger ist Rotarier seit 1981. Präsident des RC Bruchsal-Bretten 1991/92. Studium der Pharmazie und Studium der Tiermedizin. Nach zuletzt 35 Jahren Selbständigkeit seit 2014 im Ruhestand. Noch vielseitig engagiert u.a. im Tierschutz (TVT AK 6), der Erhaltung alter Haustierrassen (G.E.H.), der Kultivierung von Kakteen (spez. winterharter) und im sozialen Bereich (Pelikan-Verein zur Unterstützung der Palliativ-Station der Rechberg-Klinik, Dr. Gaide-Stiftung). Ab Juli 2015 Berichterstatter des Distrikts 1930 für das Rotary Magazin.