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Distrikt

Ein Governorjahr mit Licht und Schatten

Distrikt - Ein Governorjahr mit Licht und Schatten
Governor Werner Efing (Fünfter von rechts) und die Mitglieder des Distriktbeirats von D 1900. © Privat

Die prägnantesten Eindrücke in seinem zu Ende gehenden Amtsjahr waren für Governor Werner Efing schreckliche Todesfälle.

Thomas Meier-Vehring01.06.2019

Der Verlust von vier engen Weggefährten innerhalb weniger Monate überschattet alles: Die unmittelbare Vorgängerin, Lady Governor Susanne Brämer, stirbt nach langer Krankheit, die rechte Hand im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Katja Finke, wird Opfer eines furchtbaren Familiendramas, und zwei junge und engagierte Clubpräsidenten, Jürgen Ebberg und Swen Binner, erleben das Ende ihres Amtsjahres nicht – alle vier waren noch keine 60 Jahre alt! Das wird leider noch lange nachwirken!

Konsolidierung, Korrekturen
Ansonsten war und ist wohl eher Understatement als Euphorie angesagt. Mein Governorjahr 2018-19 wird nicht als Jahr der Sensationen in die Annalen des Distrikts 1900 eingehen. Keine neuen Clubs, keine schwerwiegenden Strukturveränderungen, eher Konsolidierung und Detailkorrekturen. Erfolgreich war die grundlegende Neuorganisation der Distriktveranstaltungen im Sinne einer Straffung und Professionalisierung. Das beweisen die Teilnehmerzahlen und die Rückmeldungen. Professionalisierung und Modernisierung ist auch in der Kommunikation mit den Clubs und den Mitgliedern angesagt, trotz des tragischen Verlustes von Katja Finke. Der Dank gilt hier Carola Plaesier und Thomas Meier – Vehring, die in die Bresche gesprungen sind.

Und inhaltlich dann doch ein Ausrufezeichen: Rotary soll (auch) Spaß machen! Dieses Motto habe ich gut 86 mal bei den Clubbesuchen als informelle Richtschnur verkündet, was meist positiv, aber doch unterschiedlich aufgenommen wurde. Dienen, Gemeindienst, soziales Engagement, Projekte vor der Haustür und in der weiten Welt sind prägend für Rotary, aber eben nur die eine Seite der Medaille. Rotarische Freundschaft leben, miteinander Feiern und Reisen und Spaß haben, macht die andere Seite aus. Es gibt in unserem Distrikt eine bunte Palette phantastischer Beispiele für gelebte rotarische Freundschaft. Den Austausch hierüber wie über die Gemeindienstprojekte zu intensivieren, war meinerseits ein weiteres Anliegen als Governor im Gespräch mit den Clubs. Regionalisierung und Internationalisierung sollen und müssen die erfolgreiche Arbeit vor Ort ergänzen. „Rotary muss ein kleines bisschen mehr sein als das Treffen einmal in der Woche vor Ort. Es muss ein kleines internationales Sahnehäubchen geben.“ So ungefähr lautete immer mein letzter Satz bei allen Clubbesuchen. Auch er fand nicht nur begeisterte Zustimmung, aber das Wort „International“ steht – wenn auch klein – in allen Clubemblemen.

Lebendiger als gedacht
Rotary ist bunt und vielfältig und lebendig, viel bunter und vielfältiger und lebendiger, als ich es vor Beginn der Rundreise geahnt hatte. Das macht Mut für die Zukunft und für meine Nachfolgerinnen und Nachfolger.

In herzlicher rotarischer Verbundenheit,

Ihr Werner Efing (RC Bielefeld-Waldhof),
Governor 2018/19

Thomas Meier-Vehring
Thomas Meier-Vehring (RC Kamen) Rotary Public Image Coordinator (RPIC) Germany 2015–18, Medien­beauftragter des Deutschen Governorrates und Regional Promotion Coordinator (RPC) Germany der Rotary Foundation Centennial, Atlanta 2017