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"Flipped Passport" – neues Clubformat in Vorbereitung

Distrikt -
Sie experimentieren im rotarischen Club-Labor: Jan Ehlers und Bernadette Thielen sind das Gründungspräsidenten-Duo des ersten Passportclubs Umwelt & ESRAG im Distrikt 1900 © privat

Der Distrikt plant, mit einem innovativen Clubmodell neue Wege zur distriktweiten, nationalen und internationalen Zusammenarbeit einzuschlagen .

Nicola Leffelsend01.12.2020

Schon Paul Harris war klar, dass unsere Welt dem Wandel unterliegt. “We must be prepared to change with it”, sagte er voraus. Er hat vielleicht geahnt, dass wir die Werkzeuge, die wir für eine ständige Anpassung brauchen, stetig weiterentwickeln müssen. Der Passportclub ist ein neues Clubmodell, das seinen Mitgliedern eine flexiblere Struktur ermöglicht und durch die Empfehlung, regelmäßig an Treffen und Aktivitäten anderer Clubs teilzunehmen, forciert. „Flipped“ bedeutet, dass der Austausch auch in umgekehrter Richtung erfolgen soll.

Mit der Area of Focus „Frieden und Konfliktprävention“ als zentrale Grundlage für ein erfolgreiches Miteinander in aller Welt gibt sich der Club ein akzentuiertes Profil. Seine Mitglieder werden in kollegialer Fallberatung, gewaltfreier Kommunikation und Konfliktlösung qualifiziert. Darüber hinaus will der Club auf Anregung des Soziologen Sebastian Gradinger (service-clubs.de) zu innovativen Strukturen, Formaten und Aktionen experimentieren. Zu kompetenzerweiternden Angeboten haben Freunde aus anderen Clubs ebenso Zugang wie zu offenen Service-Aktionen, an denen auch interessierte Nichtrotarier mitwirken können.

Rotary neu denken

Jan Ehlers, Vizepräsident der Universität Witten-Herdecke, und Bernadette Thielen, Studiendirektorin und IT-Expertin, sind das Gründungspräsidenten-Tandem dieses innovativen Clubmodells. „Mit einem Mut machenden Ansatz fördert der Club die Mission Rotarys, das Dienstideal aus der Berufswelt in alle Bereiche des Lebens zu tragen“, freut sich Gov. Anke Schewe. „Im 21. Jahrhundert brauchen wir Raum, um Rotary neu denken und experimentieren zu können“, ist Jan Ehlers überzeugt. Manche althergebrachte, starre Regel lässt sich mit der heutigen Zeit nicht in Einklang bringen. Auch mit der Diversität ringen viele deutsche Clubs deutlich stärker als internationale Freunde. Es wirkt, als würde bei Rotary eine elitäre Gesellschaft ihr eigenes Netzwerk pflegen. Dabei zeichnet das Ideal von Rotary doch das Bild einer „Verantwortungs-Elite“. „Wechselseitige Wertschätzung, vor allem im Berufsleben, und die positive Haltung gegenüber lebenslangem Lernen sind wichtig“, ergänzt Bernadette Thielen. “Damit wir die Herausforderungen der Globalisierung bewältigen, muss jedes Mitglied der Gesellschaft zu seinem bestmöglichen Potenzial befähigt werden. Dazu wollen wir ermuntern und bei Bedarf unterstützen.“ 

Nicola Leffelsend

Nicola Leffelsend (RC Bochum-Hellweg) ist selbstständige PR-Beraterin in Bochum und spezialisiert auf Kommunikation rund um Architektur und Anlagenbau. Seit 2019 gestaltet sie die Öffentlichkeitsarbeit des Clubs und ist als Kommunikationsbeauftragte und seit 2020 auch als Distriktreporterin für den Distrikt 1900 aktiv.

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