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Waiblingen

Gute „Gemellaggio“ in der Toskana

Waiblingen - Gute „Gemellaggio“ in der Toskana
Die Präsidenten der beiden durch die neue Partnerschaft verbundenen Rotarischen Clubs beim Austausch von Geschenken © RC Waiblingen

Partnerschaften zwischen Rotary Clubs sind für die Weiterentwicklung Europas von besonderer Bedeutung. Der Rotary Club Waiblingen wird mit dem Rotary Club Pisa A. Pacinotti aktiv

Immo Eberl01.04.2019

Es heißt in den letzten Monaten immer wieder - vielleicht bedingt durch den Brexit -, der Europagedanke wäre nicht mehr lebendig, die EU würde auseinanderbrechen und wäre eigentlich ein Auslaufmodell. Es gibt politische Parteien in fast allen Ländern der EU, die versuchen den Bürgern ihrer Länder vorzugaukeln, wie schlecht doch die Mitgliedschaft in der EU wäre. Dabei geht man nicht auf die vielfachen Berichte ein, die durch die Diskussion über den Brexit veröffentlicht werden und deutlich zeigen, welche Vorteile die vielfachen Bindungen der europäischen Völker für die einzelnen Staaten mit sich bringen. Diese Vorteile sind nicht nur auf wirtschaftlichem Gebiet, sondern auch auf wissenschaftlichem und kulturellem. Dazu hat die enge Partnerschaft der europäischen Völker seit 1945 den Frieden in Europa gesichert.

Die zahlreichen rotarischen Clubs in Europa haben sich durch ihre vielfältigen Partnerschaften im Gedanken an die enge Verbindungen in Europa in den letzten Jahren und Jahrzehnten nicht beirren lassen. Im Gegenteil: Rotarische Clubs gründen neue Partnerschaften und beweisen damit, dass der europäische Gedanke bei Rotary blüht und gedeiht. Im November 2018 hat der RC Waiblingen, vertreten durch seinen Präsidenten Rainer Knubben, mit dem italienischen Rotary Club Pisa Pacinotti, vertreten durch dessen Präsidenten Renato Bandettini, in Anwesenheit von Governor Jan Wagner eine Partnerschaft begründet - unter dem Hinweis auf die rotarische Familie in der ganzen Welt als Beitrag zu den gemeinsamen kulturellen Wurzeln und zur Stärkung der europäischen Wertegemeinschaft.

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Governor Jan Wagner (links) mit den Präsidenten der RCs Pisa Pacinotti und Waiblingen: ein Beispiel europäischer Partnerschaft im Geiste Rotarys © RC Waiblingen

Die Partnerschaft sieht vor, dass sich die Mitglieder der beiden Rotary Clubs wechselweise im Remstal und in der Toskana treffen. Sie wollen gemeinsame wohltätige Projekte prüfen und sich gegebenenfalls denen des Partnerclubs anschließen. Ferner sollen die persönlichen und familiären Kontakte zwischen den Clubs gefördert und der gegenseitige Austausch von Jugendlichen, Auszubildenden, Studenten und Praktikanten unterstützt werden. Darüber hinaus soll der berufliche und kulturelle Austausch gestaltet und unterstützt werden, wobei die Welt des Weines, die die Toskana und das Remstal besonders verbinden, eine besondere Rolle spielen soll.

Der Wunsch nach Wirken
Die Rotarier des Distrikts 1830 sollen sich an diesem bewegenden Ereignis freuen, das eindeutig beweist, wie in den europäischen Gesellschaften der Wunsch eines gemeinsamen Wirkens und einer gemeinsamen Tätigkeit auf den vielen Gebieten des täglichen Lebens in Europa lebendig ist.

Immo Eberl
Immo Bernhard Eberl, geb. 1947, Studium an der Universität Tübingen (Geschichte, Germanistik, Kirchenrecht und Rechtswissenschaft - M.A.). Später Erstes Staatsexamen in Geschichte und Germanistik. 1976 Promotion und Habilitation zum Dr. phil. habil. Ernennung zum apl. Professor 1990. Arbeit an der Uni Tübingen, unter anderem am Historischen Seminar, Abteilung für mittelalterliche Geschichte sowie als Geschäftsführer des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde. Tätigkeit als Leiter des Stadtarchivs Ellwangen (Jagst) bis 2015; nebenamtlich Leiter der Volkshochschule Ellwangen. Bis heute Lehrtätigkeit an der Uni Tübingen, an der Hochschule für Politik München, der Phil.-Theol. Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz im Wienerwald.
Mitglied im RC Ellwangen seit 1994, Club-Präsident 2009/2010, Paul-Harris-Fellow. Verheiratet, ein Sohn.