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Distrikt

Junges Engagement für eine nachhaltige Zukunft

Distrikt - Junges Engagement für eine nachhaltige Zukunft
98 TeilnehmerInnen aus Schulen in Bosnien-Herzegowina haben acht tolle Projekte entwickelt © Denis Kovacevic

Hochmotivierte Jugendliche in 48 Teams an 30 Schulen verknüpfen Gelerntes mit eigenen Zukunftsvisionen zu innovativen Modellen und Start-ups mit echter Realisierungschance

Barbara Wolf-Wicha01.01.2019

Eine geglückte Partnerschaft von Rotary Österreich, der Initiative for Training Entrepreneurship, der Rotary Foundation, Partnerclubs im In- und Ausland und von Sponsoren ermöglicht ein zukunftsweisendes Bildungsprojekt für junge Menschen: SchülerInnen entwickeln neue und nachhaltige Zukunftsprojekte in Teams und werden dadurch sensibler und selbstbewusster. Kreative und innovative Teams aus der Sekundarstufe II der berufsbildenden höheren Schulen in Österreich, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien und erstmals in Albanien erarbeiten im Schuljahr solche Projekte und bewerben sich um den „Rotary Youth Award for Sustainability".

Reale Zukunftsvisionen
Diese Clubs sichern das Projekt: Innsbruck Alpin, Kitzbühel, Saalfelden, Zell am See und Klosterneuburg, Shkoder (Albanien), Banja Luca (BiH) und Sofia (Bulgarien), für 2017/18 und 2018/19 gibt es einen Global Grant. Das sichert Workshops für SchülerInnen und Lehrpersonal, Trainings und spezielle Entrepreneur-Tage und die Begleitung durch Mentorinnen.  

Ziel des Awards ist die Sensibilisierung Jugendlicher für Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit. In Teams sollen kreative und visionäre Zukunftsmodelle entwickelt werden zur positiven Veränderung von Gesellschaft und Wirtschaft – mit gleichzeitiger Bewusstseinsänderung aller Teilnehmenden. Die Vorschläge sind bunt: Schnaps-Ideen-Börse, Zero-Plastic-Day, nachhaltige Umweltläden, Müllvermeidung und -trennung, kreative Digitalisierung, Anreize zur literarischen Produktion, Ausbildung afrikanischer Lehrender, Wahl der richtigen Schule und ähnliches. Die Fachjury bewertet die Projekte nach nachhaltigem Veränderungspotential (Changemaker) und nach konkreten Konzepten für Startups (Changemaker going Startup), in beiden zählt besonders der Bezug zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen der UNO. Die Möglichkeit, die Startups der Wirtschaft (den Business Angels) vorzustellen, hilft logistisch und finanziell.

Internationale Preise
Die Prämierten 2017/18 konnten an internationalen Bewerben teilnehmen, am Youth Start European Entrepreneurship Award in Dublin oder der Wirtschaftsolympiade in Moskau. Nach Moskau fuhr ein fünfköpfiges österreichisches Changemaker-Team, das in der Einzelwertung die Bronzemedaille errang.
Bei der Multi-Distrikt-Konferenz im Juni 2019 werden in Salzburg die Siegerprojekte 2018/19 präsentiert. 

 

Barbara Wolf-Wicha
Prof. Dr. Barbara Wolf-Wicha (RC Salzburg-Land) ist Journalistin, Diplomatin und Politikwissenschaftlerin. Sie arbeitete als Professorin für Politikwissenschaften an der Universität Salzburg, war 2006 bis 2011 Vorsitzende des Salzburger Landeskulturbeirates und ist erste Governorin im Distrikt 1920 für das Jahr 2018/19.
Sie ist Herausgeberin der Reihe "Marie Jahoda sozialwissenschaftliche Studien" im Peter Lang-Verlag.