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Distrikt

Menschen und Kontinente verbinden, Frieden schaffen

Distrikt - Menschen und Kontinente verbinden, Frieden schaffen
Treffen der ROTEXer in Salzburg. Rechts: Gov. Barbara Wolf-Wicha. Links vorn: Gov. elect Walter Ebner © Barbara Wolf-Wicha

Rotary bietet mehrere Möglichkeiten, mit denen ganz konkret und praktisch Friedensarbeit geleistet werden kann

Barbara Wolf-Wicha01.10.2018

Manchmal tut es gut, an das Einzigartige von Rotary zu erinnern. Wer sonst hat seit den Frühzeiten der UNESCO 1942 Beraterstatus? Es war Rotary International, die bei der UN-Charterkonferenz 1945 diesen unvergleichlichen Status (und ein Büro im Hauptquartier der UNO in New York) erhalten hat. Als erste nichtafrikanische NGO unterhält Rotary seit 1997 Beziehungen mit der Afrikanischen Union.

Bei uns wurde dieses völkerverbindende Element im September deutlich: Viele Mitglieder von Rotaract und Rotary sind nach Salzburg gekommen, um gemeinsam den Abschluss von zwei besonderen Länderausschüssen (ICC) zu feiern. Sind doch alle hier bestehenden elf Länderausschüsse ein Zeichen, gemeinsam durch freundschaftliche Beziehungen Grenzen aller Art zu überwinden, das Gemeinsame in den Vordergrund zu stellen, voneinander zu lernen und in gemeinsamen Projekten die Menschen einander näherzubringen. Und so hat Gov. Janez Lipec aus Slowenien gemeinsam mit Repräsentanten aus Bosnien-Herzegowina, Mazedonien (FYROM) und Österreich das umfassende Charter-Protokoll unterzeichnet.

FriedensvermittlerInnen
Es war die persönliche Freundschaft zwischen Gov. Sharmila Bhatt vom Distrikt 9211 (Tansania und Uganda) und den österreichischen Governors Ismail Sadek (D 1910) und mir (D 1920), die sie nach Österreich brachte. Als Zeichen der Kontinuität kam auch ihr Nachfolger, Gov. elect Xavier Sentamu, und Past-Gov. Harish Bhatt mit. Der Länderausschuss Österreich, Tansania und Uganda ist ein Start. Der Stab wird jedenfalls bis zum Jahr 2021 in allen beteiligten Ländern weitergegeben, von den Österreichern durch Gov. elect Melitta Becker-Unger und Gov. nom. Peter Adler (D 1910) und Gov. elect Walter Ebner und Gov. nom. Friedhelm Dold (D 1920). Die Wertschätzung von offizieller Seite unterstrich der 2. Landtagspräsident von Salzburg, Sebastian Huber.

In den nächsten Jahren wird nicht nur die Freundschaft durch die Partnerschaft von Clubs gefestigt, es wird auch gemeinsam mit ClubfreundInnen aus Ostafrika an nachhaltigen Projekten gearbeitet. Dass sich alle, die als ehemalige Austauschschüler im Ausland waren, dafür begeistert haben, hat das ReboundWochenende von ROTEX ganz deutlich gezeigt. Als österreichische Botschafter sind sie in verschiedene Länder gefahren. Zurückgekommen sind sie als wichtige Friedensvermittler, die ihre Erfahrungen aus anfangs neuen Ländern, Kulturen und ihr Wissen an unsere Rotaract und Rotary Clubs weitertragen. Sie sind ein lebender Beweis, dass die Vielfalt in einer globalen Gesellschaft ein Gewinn ist, wenn man mit Offenheit, ohne Vorurteile, und der Bereitschaft zur Zusammenarbeit aufeinander zugeht.

Barbara Wolf-Wicha
Prof. Dr. Barbara Wolf-Wicha (RC Salzburg-Land) ist Journalistin, Diplomatin und Politikwissenschaftlerin. Sie arbeitete als Professorin für Politikwissenschaften an der Universität Salzburg, war 2006 bis 2011 Vorsitzende des Salzburger Landeskulturbeirates und ist erste Governorin im Distrikt 1920 für das Jahr 2018/19.
Sie ist Herausgeberin der Reihe "Marie Jahoda sozialwissenschaftliche Studien" im Peter Lang-Verlag.