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Kaiserslautern

Kranke begleiten Kranke

Kaiserslautern - Kranke begleiten Kranke
Die zwei neuen Patientenbegleiter Mirela Koch und Wolfgang Pauly zwischen den Nephrologen Thomas Ruf (li) und Thomas Nesbigall © Privat

Rotarier aus Kaiserslautern und Rockenhausen unterstützen die Betreuung von Dialysepatienten in Kaiserslautern und der Westpfalz
 

Hans-Joachim Redzimski01.05.2018

Kaiserslautern und die Westpfalz haben jetzt zwei zertifizierte Patientenbegleiter für Nierenkranke. Neben zahlreichen Patienten waren Vertreter der Stiftung Aktion Niere sowie die Ausbildungsleiter in die Pfalz gekommen, um dem Start der ehrenamtlichen Dienstleistung in Kaiserslautern beizuwohnen. Der Rotary Club Kaiserslautern-Kurpfalz,  aber auch der Rotary Club  Rockenhausen hatten die Patientenstiftung Aktion Niere mit einer Spende für ihre Arbeit unterstützt, nun trägt das Engagement Früchte. Die beiden Ehrenamtler werden bei den Dialysepatienten und Nierentransplantierten in Kaiserslautern und der Umgebung eine verantwortungsvolle, Aufgabe aufnehmen. Die beiden Patientenbegleiter leben selbst mit einer schweren Nierenerkrankung und können dank ihrer Expertise anderen Patienten und deren Angehörigen kompetent zur Seite stehen. "Sie bieten den Betroffenen eine tröstliche Nähe, die ein professioneller Helfer nicht bieten kann“, erläutert Internist Thomas Ruf (RC Kaiserslautern-Kurpfalz).

Patientenweiterbildung …
Die Patientenstiftung Aktion Niere ist Teil des bundesweiten Selbsthilfenetzwerkes Bundesverband Niere e.V.  Der in Mainz ansässige Verein ist seit 1975 im Gesundheitswesen tätig, hat 172 regionale Mitgliedsvereine und vertritt damit rund 18.000  Dialysepatienten, Nierentransplantierte und deren Angehörige in Deutschland. Martin Koczor, Geschäftsführer des Bundesverbandes: „Die Patientenstiftung Aktion Niere unterstützt diese Menschen, damit sie besser und länger mit ihrer Erkrankung leben können. Sie fördert in vielfältiger Weise die Qualifizierung ehrenamtlicher Patientenbegleiter,  und wir freuen uns, dass es gelungen ist, zwei Personen in Kaiserslautern zu finden.“ Die Weiterbildung von Patienten-Begleitern sei ein zentraler Bestandteil der Selbsthilfe und ein wichtiger Teil der Zukunft. Neben der liebevollen und kompetenten Begleitung der Nierenpatienten und ihrer Angehörigen sei die Stärkung der Selbsthilfe genauso wichtig, wie ein offenes Ohr für die Behandlungsteams zu haben.

… als zentrale Aufgabe
Der Kaiserslauterer  Oberbürgermeister Klaus Weichel (RC Rockenhausen) begrüßte das neue ehrenamtliche Angebot, das Betroffenen in Stadt und Region erheblich weiterhelfe. „In ganz Deutschland gibt es 70 dieser Patienten-Begleiter, wir sind sehr froh, dass wir mit Mirela Koch und Wolfgang Pauly zwei qualifizierte, motivierte und sympathische Unterstützer gefunden haben, die diese wichtige und wertvolle Arbeit übernehmen“, so Weichel.