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Distrikt

Nicht nur können, sondern führen

Distrikt - Nicht nur können, sondern führen
Priorisierung statt Stress: Um Selbst- und Zeitmanagement ging es beim RYLA-Seminar der Rotary Clubs Jena und Jena Ernst Abbe © RC Jena Ernst Abbe

Wer im Beruf weiterkommen möchte, muss nicht nur kompetent sein, sondern auch managen, entscheiden und führen können. Letzteres steckt schon im Namen des „RYLA“-Programms

Patrick Shaw01.04.2019

Selbst- und Zeitmanagement standen zu Jahresbeginn im Mittelpunkt eines gemeinsamen RYLA-Seminars der Rotary Clubs Jena und Jena Ernst Abbe. Eine Quintessenz daraus: Die Aussage „Ich habe keine Zeit!“ stimmt meist nicht, es müsste eher heißen: „Ich priorisiere!“ In einer immer kurzlebigeren, flexibleren und fordernderen (Berufs-)Welt sei Letzteres ein Schlüssel zu Erfolg und Zufriedenheit.

Das Seminar bot 20 jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren mit und ohne rotarischen Hintergrund für dieses Thema eine interaktive Lern- und Gesprächsplattform, durch die der Kommunikationstrainer Dr. Alexander Schiller führte. Inhaltlich ging es dabei neben der Priorisierung unter anderem um die Begriffe Ziele, Kreativität, Flow, Recharge, Achtsamkeit, Selbst- und Zeitmanagement, Work-Life-Balance, Führung, Konflikte, Resilienz, Effizienz und Karriereplanung.

Für mehr Perspektive
Ganz generell über das Rotary-Youth-Leadership-Award-Programm (kurz RYLA) diskutierten die Präsidenten des Distrikts bei ihrem jüngsten Halbjahrestreffen. Als Ziel definierten sie, die Perspektive junger Erwachsener zu gesellschaftlichen Themen wie beispielsweise Klimawandel, Digitalisierung oder künstlicher Intelligenz zu erweitern, um eine fundierte Meinungsbildung zu ermöglichen. Außerdem solle RYLA über die fachliche Qualifikation hinaus Führungskompetenzen wie etwa Problem- und Konfliktlösungsstrategien, Durchsetzungsfähigkeit, Entscheidungs- und Tatkraft vermitteln, was im Rahmen der üblichen Berufsausbildung oft zu kurz komme.

Als dritten Baustein von RYLA-Veranstaltungen sehen die Clubpräsidenten schließlich die Persönlichkeitsentwicklung. Wichtige Fragen seien hier: Wie machen wir uns resilienter? Wie schaffen wir es, Andersdenkende besser zu verstehen? Wie erhalten wir im Zeitalter der digitalen Medien einen rationalen Zugang zum alltäglichen Wahnsinn? Wie kommen wir zu einem Zeitmanagement, das unser Leben zwischen Arbeit und Freizeit ausbalanciert?

Zeitlich erstrecken sich RYLA-Seminare erfahrungsgemäß idealerweise auf einen bis zweieinhalb Tage, in der Regel am Wochenende. Mögliche Formen sind Podiumsdiskussionen, Vortragsrunden mit Debatte und klassische Workshops, aber auch Ad-hoc-Konferenzen, „Open Space“, „World Café“ und viele andere Formate. Auch inhaltlich müssen die Clubs nicht jedes Mal „das Rad neu erfinden“: Die Jahresprojektliste des Berufsdienstes im Distrikt sowie eine an die Clubs versandte „Projektlandkarte“ zu bestehenden Aktivitäten im deutschsprachigen Raum geben reichlich Stoff zum Nachmachen, Variieren und Inspirieren.

Patrick Shaw
Patrick Shaw, Jahrgang 1975, war von 1997 bis 2001 Offizieranwärter der Bundeswehr, von 2001 bis 2016 Volontär und Redakteur der Nürnberger Nachrichten und ist seit 2017 Redakteur des NN-Heimatverlags Treuchtlinger Kurier. Er war Gründungsmitglied und Präsident des Rotaract Clubs Weißenburg, 2005/06 Rotaract-Distriktsprecher sowie von 2007 bis 2013 Assistant Governor und Rotaract-Beauftragter im Distrikt 1950. Von 2008 bis 2010 betreute er redaktionell den Mitgliederbrief der German Rotary Volunteer Doctors. Seit 2007 ist er Mitglied des Rotary Clubs Roth und war dort 2015/16 Präsident. Das Amt des Distrikt-Berichterstatters übt er seit 2016 aus.