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Berlin

Wasser in der Musik, in der Kunst und im Gespräch

Berlin - Wasser in der Musik, in der Kunst und im Gespräch
Wasser stand im Mittelpunkt des rotarischen Themenmonats und im Mittelpunkt einer Aktion des Rotary Clubs Berlin-Gedächtniskirche © Sven Hoffmann

Ein besonderes Projekt rund um das Thema Wasser hat der Rotary Club Berlin Gedächtniskirche zusammen mit Partnern im September und Oktober angeboten.

Joachim Wilisch01.11.2019

Dazu hat der Club den rotarischen Themenmonat Wasser mit einigen Aktionen unterstützt. Eine Ausstellung von Sven Hoffmann (RC Berlin Gedächtniskirche)  mit dem Thema "Aqua Globalis – Collecting Liquid Memories“ stand im Mittelpunkt. Dazu gab es eine spektakuläre Lichtinszenierung des alten Turms der Gedächtniskirche in Zusammenarbeit  mit dem Festival of Lights.

Aufklärungs- und PR-Arbeit
Der RC Berlin-Gedächtniskirche ist eine Partnerschaft mit dem Festival eingegangen. „Wir beschreiten neue Wege in der Öffentlichkeitsarbeit“, so Sven Hoffmann, Mitglied des RC Berlin Gedächtniskirche  und für Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich,  zu den Angeboten, die mit dem Aqua Globalis Projekt in enger Verbindung stehen. Es gab  Diskussionsabende und jede Menge Besucher, ein Konzert mit Jocelyn B. Smith und vieles mehr. Aqua Globalis versteht sich als globales Kunstprojekt mit der Vision Wasser und sauberes Wasser in den Mittelpunkt der Wahrnehmung zu stellen. „Collecting Liquid Memories“ ist eine künstlerische Installation austrocknender oder verschmutzter Gewässer. Das Stelenfeld besteht aus Flaschen, die mit Wasser von versiegenden Gewässern befüllt sind.

Sven Hoffmann war für seine Fotos am Toten Meer, zwischen Israel, Jordanien und dem palästinensischen Westjordanland. Wasser hat es ihm angetan. Seit Jahrzehnten reist Hoffmann um die Welt und fotografiert das nasse Element in all seiner Schönheit. Doch da, wo diese Aufnahme entstand, wird bald schon kein Wasser mehr sein. Jahr für Jahr sinkt der Wasserspiegel des Toten Meers um einen Meter. Durch Trinkwasserentnahme und Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen ging der Wasserzufluss durch den Jordan in einem Jahrhundert auf ein Viertel zurück. Noch dramatischer ist die Situation des Aralsees in Asien und, infolge der globalen Erwärmung, des Tschadsees in Afrika.

Das ist der Rahmen, der um den Themenmonat gezogen wurde. Den Auftakt bildete ein Musikereignis, zu dem die Menschenrechts- und Hilfsorganisation „Hoffnungszeichen – Sign of Hope“ eingeladen hatte. Berliner Chöre unter Leitung der Sängerin Jocelyn B. Smith traten mit dem Lied We sing Black Tide“  in der Gedächtniskirche auf und sendeten das als Videobotschaft um die Welt.

Zu einem  anderen Termin informierte Marina Peter von Brot für die Welt und Vorsitzende des Sudan- und Südsudan-Forums. Zwei Gesprächsabende mit Sven Hoffmann dienten ebenso der Vertiefung wie ein Erntedankgottesdienst über „Wasser und Brot“ sowie weitere Gottesdienste.

Praxisnah für Kinder
Ganz praktisch wurde es vor der Kirche: wie es mit unserem eigenen Wasserverbrauch steht, zeigte das Wassermobil des Weltfriedensdienst e. V. täglich auf dem Parkplatz. Hier wurde auf spielerische und unterhaltsame Weise für Kinder und Erwachsene über die zunehmende globale Wasserkrise informiert.