Distrikt 1840

Dorfen/Erding/Freising/München-Flughafen - Eine langwierige Aufgabe: Minenräumung in Bosnien

Die Delegationen der Rotarier aus Sarajevo und dem D?1840 zusammen mit den Zivilschutzbeauftragten der Stadt Gorazde

12.11.2012

Dorfen/Erding/Freising/München-Flughafen

Eine langwierige Aufgabe: Minenräumung in Bosnien

Gisela Bolbrügge

Seit 1995 ist der Krieg in Bosnien und Herzegowina vorbei, doch ein normales Leben ist unmöglich

Noch immer warnt das Auswärtige Amt: „Bei Reisen nach Bosnien und Herzegowina wird wegen fortbestehender Minengefahr empfohlen, die befestigten Straßen nicht zu verlassen.“ Das gilt auch für attraktive Urlaubsgebiete wie rund um das Dorf Kazagici, nahe der Stadt Gorazde am Fluss Drina, mitten in bewaldeten Bergen mit Moscheen und einladenden Landgasthäusern. Die ausgelegten Minen wurden nur unzulänglich auf Karten erfasst, viele sind vollkommen willkürlich verstreut. In der gesamten Kommune von Gorazde sind rund 30 Millionen Quadratmeter minenverdächtig, rund 400.000 wurden bislang deminiert. Ein mühsames Unterfangen, denn zur Aufspürung sind Metallsuchdetektoren keine große Hilfe: Die Böden sind durch den Krieg überall mit Metallteilen verseucht. Alternativ kommt der Einsatz von Minensuchhunden infrage, eine sehr aufwendige und teure Methode.

Auf Initiative des RC Dorfen unter Federführung von Udo Rieger wurden in der Gemeinde Kazagici von 2008 bis 2011 rund 75.000 Quadratmeter deminiert. Die Spendengelder stammten vom RC Dorfen, seinem slowenischen Partnerclub RC Grosuplje, den RC München Flughafen, Erding und Freising. Der Beitrag der Rotary Clubs wurde von MINE-EX, dem Anti-Minen-Projekt von Rotary, verdoppelt. Eine Kommission des RC Sarajevo nahm die Ausschreibungen und die gemeinsame Entscheidung vor. Berücksichtigt wurden nur Unternehmen, die von der BH-MAC zertifiziert sind, der staatlichen Organisation für Deminierung, die „Standard Operating Procedures“ vorgibt und nach einer Qualitätskontrolle gemäß ISO 2859-0 letztlich die Flächen zur risikofreien Zone erklärt.

Es bleibt noch viel zu tun: Die Zusammenarbeit mit einem lokalen Rotary Club ist essenziell für einen geordneten Ablauf der Maßnahmen.

Erschienen in Rotary Magazin 11/2012

Gisela Bolbrügge
Dr. phil. Gisela Bolbrügge ist Unternehmensberaterin für Projekt- und Prozess-Management inklusive Training und Management Coaching. Gisela Bolbrügge als Distriktberichterstatterin für D 1842.

Rotary Magazin 9/2016

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