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Kinshasa

Gesundheit als Geschenk

Kinshasa - Gesundheit als Geschenk
Helfer dies- und jenseits des Brenners in Goma: Franz Hintner (RC Brixen), Wendelin Weingartner und Herbert Weissenböck (RC Innsbruck), Ulrich Meise (Austria Help Programm), Fritz Schirmer (RC Innsbruck), Josef Schwitzer (RC Brixen), Karl Rainer (RC Meran)

Heinrich Marchetti-Venier06.02.2012

Die Republik Kongo (Kinshasa) ist siebenmal so groß wie Deutschland, eigentlich reich an Bodenschätzen, aber eines der unsichersten und ärmsten Länder in Afrika. Bereits vor zehn Jahren konnte die Tiroler Landeskrankenhaus-Anstalten-Gesellschaft/ TILAK das Caritas-Krankenhaus der 800.000-Einwohner-Stadt Goma mit einer Geburtshilfestation versorgen. Innerhalb von zwei Jahren gelang es mit Rotary, privaten und öffentlichen Gönnern wie den Ländern Tirol und Oberösterreich (welche den Bau der Gebäude finanzierten), dort zusätzlich eine neue Röntgenstation und ein Labor mit einem Investitionsvolumen von 105.000 Euro auf die Beine zu stellen. Die neue diagnostische Einrichtung wird zur Früherkennung und Frühbehandlung von Risikoschwangerschaften beitragen, speziell weil dort 14 Prozent der Frauen zwischen 20 und 29 Jahren mit dem HI-Virus infiziert sind. Die Altpräs. Josef Schwitzer (RC Brixen) sowie besonders Wendelin Weingartner, auch Alt-Landeshauptmann, und Herbert Weissenböck (beide RC Innsbruck), Altchef der TILAK, haben die Voraussetzungen geschaffen, dass die gebrauchten Tiroler und ebenso neue Geräte mithilfe der Clubs von Innsbruck, Meran, Brixen und München-Nymphenburg beschafft, nach Goma transportiert sowie installiert worden sind und eine Schulung des Personals erfolgte. In einer zweiten Phase, die zwei Jahre dauern soll, werden in 30 diözesanen Gesundheitsstationen 60 Krankenpfleger in der Praxis der Familienplanung und HIV-Prophylaxe ausgebildet, um damit das heimische Potenzial nachhaltig beim Fortschritt im Gesundheitswesen zu unterstützen. Diese Personen geben dann ihr Wissen weiter und in Summe sollen dazu etwa 1000 Dorfversammlungen abgehalten werden. Zur Eröffnung des „Rotary Diagnostik- und Frauengesundheitszentrums Goma“ konnten sich die rotarischen Helfer vom gelungenen Projekt überzeugen.

 

Heinrich Marchetti-Venier

DDr. Heinrich Marchetti-Venier wurde in Oberösterreich geboren. Nach dem Abitur nahm er ein Studium des Lehramtes sowie der Geistes- und Naturwissenschaften an den Universitäten Salzburg auf, es folgten die Stationen, Wien, München, Bochum, Turin, Strasbourg und Washington. Anfangs Tätigkeit in der Raumordnung, später als Historiker und Privat-Gutachter sowie Autor. Er hatte lange Zeit das Amt des Distriktberichters für die österreichischen Distrikte D 1910 und 1920 inne. Heinrich Marchetti-Venier starb im November 2015.