Spaß unter Apfelbäumen

Wer sammelt die meisten Äpfel? Und wer schafft das größte Apfelkuchen-Stück? Fragen, die Kinder und Rotary-Mitglieder bei einem Erntenachmittag klären konnten
Seit nunmehr fünf Jahren lädt der aktuelle Präsident des RC Berlin-Humboldt, Rafael Thüngen, eine Gruppe von Kindern aus dem Elisabeth-Stift zur Apfel- und Birnenernte ein. Er ist Hausherr des Schlosses Ziethen bei Kremmen, das übrigens der Lieblingsort des RC Berlin-Humboldt ist.
Der Club ist seit vielen Jahren Unterstützer des Elisabethstifts in Hermsdorf. Deas Stift feiert in diesem Jahr seine Gründung vor 200 Jahren und ist damit eines der ältesten in Berlin. Seit damals und bis heute hat sich das Stift die Aufgabe gestellt, in Not geratenen Kindern und Jugendlichen zu helfen und ihnen eine Perspektive zu geben. Zur Zeit werden nach eigenen Angaben 215 Kinder und Jugendliche im Alter von 0-18 Jahren, die zum Teil in Wohngruppen permanent im Stift wohnen, betreut. Hintergrund sind häufig schwierige häusliche Verhältnisse.

Der RC Berlin-Humboldt unterstützt nicht nur durch Spenden (zuletzt im Februar mit rund 8000 Euro aus dem Verkaufserlös des jährlichen Weihnachtsmarktstandes mit Glühweinverkauf in Berlin Frohnau) die Arbeit des Stifts, sondern es gibt auch persönliche Zuwendung und Engagement der Mitglieder. Dazu gehört auch die bei den Kindern beliebte Apfelernte in Ziethen.
So waren Mitte September acht Kids zwischen 8 und 13 Jahren in Begleitung zweier Betreuerinnen zu Gast. Doch: die Ernte war dieses Jahr eher mager. Schuld sind ein trockenes Frühjahr und heisser Sommer – auch um Kremmen herum wirkt sich der Klimawandel aus. Letztlich wurde nur ein Viertel der letztjährigen Ernte erbracht. Das heiß: weniger Apfelkuchen, der im Stift gebacken wird.
Trotzdem hatten die Kinder einen Heidenspaß. Der „Kampf“ um die Äpfel brachte die rotarischen Freundinnen und Freunde und die Kinder noch näher zusammen. Saft, Kuchen und Kaffee von Präsident Thüngen trugen bei tollen Gesprächen ebenfalls dazu bei.
Es war schön, die glänzenden Augen der Kinder zu sehen, waren sich die Clubmitglieder einig. Und freudiges Gejohle brach erst recht aus, als es zum Traktorfahren im Park ging. Der Höhepunkt! Pastpräsident Harald Mau fuhr Runde für Runde den Traktor mit den Kids sicher durch den Park.

Müde und erschöpft, aber überglücklich fuhren die Kinder von dieser willkommenen Abwechslung auf dem Land zurück in ihr Wohnstift. „Wir kommen wieder”, hallte es zum Schluss. Und es sich wieder einmal: Nicht nur große Events, sondern gerade diese sehr persönlichen und einfühlsamen Begegnungen tragen im RC Berlin-Humboldt sehr zum rotarischen Selbstverständnis bei.





























