„Dörfer bekommen eine Zukunft“

Globales Netzwerk/Frieden – Drei Rotarier erhalten für ihr außergewöhnliches Engagement für die Ukraine den Service Above Self Award
Es ist die allerhöchste rotarische Auszeichnung für ein einzelnes Mitglied: der Service Above Self Award. Die Hürden für diese Auszeichnungen sind sehr hoch. Umso erfreulicher ist es, dass dieser Award im gerade vergangenen rotarischen Jahr gleich dreimal nach Deutschland und Österreich ging. Ausgezeichnet wurden Armin Staigis (RC Chemnitz-Schlossberg), Oliver Pannke (RC München-Bavaria) und Felix Spitzer (RC Bad Ischl). Das Besondere: Alle drei Rotarier erhielten die Auszeichnung für ihr beeindruckendes wie anhaltendes Engagement für die Ukraine.
„Ich wusste nichts von den Plänen, mich mit dieser Auszeichnung zu ehren“, bekennt Armin Staigis. Als gebürtiger Schleswig-Holsteiner hielt er sich immer an das hanseatische Prinzip, nie Orden zu tragen. „Ich habe sie aber stets angenommen, um meine Vorgesetzten nicht in die Bredouille zu bringen“, erklärt er. So konnte sich auch Past-Governor Daniel Neuer sicher sein, dass Staigis die verdiente Auszeichnung nicht ablehnen wird. Allein in den ersten neun Monaten nach Ausbruch des Ukraine-Krieges kamen 29 Millionen Euro für die Ukraine zusammen. Schnell zeigte sich, wie effektiv die DGR-Task-Force „Krieg in Europa – Rotary hilft“ mit Armin Staigis an der Spitze arbeitet.

„Frank Meik hat 2022 mit Weitsicht die Gründung als damaliger Vorsitzender des Deutschen Governorrates durchgesetzt“, zeigt sich Staigis noch heute dankbar. Genauso dankbar ist er Oliver Pannke für dessen Engagement und die Zusammenarbeit. „In München wurde ganz viel geleistet. Wenn jemand diesen Award verdient hat, dann Oliver Pannke“, lobt Staigis seinen rotarischen Freund. Schätzungen zufolge dürften mittels der Initiative „Krieg in Europa – Rotary hilft“ in Deutschland bis heute etwa 40 bis 50 Millionen Euro an Spenden, Gütern und Dienstleistungen in den genannten Handlungsfeldern erbracht worden sein.
Großes Netzwerk
Ulli Kersting, der als Governor die Auszeichnung von Oliver Pannke maßgeblich zu verantworten hat, spricht von einem beeindruckenden Beispiel dafür, wie viel ein Einzelner bewirken könne. „Was als kleines unscheinbares Projekt gestartet ist, ist heute ein Mega-Projekt der Münchner Rotary Clubs mit einem riesengroßen Netzwerk sowohl lokal in München als auch weltum-spannend.“ Allein mehr als 30 Krankenwagen fanden den Weg von Deutschlands Süden in die Ukraine, dazu viele medizinische Geräte und Tonnen von Medikamenten. „Dieser Einsatz macht Mut, schenkt Hoffnung und zeigt eindrucksvoll, was es heißt, Verantwortung füreinander zu übernehmen“, lobt Kersting.

Nicht minder beeindruckend ist das Engagement von Felix Spitzer aus dem österreichischen Distrikt 1910. Er koordinierte nicht nur unter anderem den Abbau einer ganzen gynäkologischen Station sowie den Transport in die Ukraine, sondern zeichnet sich zugleich für das jährliche Sommercamp für Kinder und Jugendliche aus der Ukraine aus. Allein für die anschließende Abrechnung und Dokumentation – das Land Oberösterreich ist Partner – benötigt Spitzer eine ganze Woche. „Pro Jugendlichem werden 900 Euro benötigt, damit er oder sie beim 14-tägigen Camp dabei sein kann“, erklärt Spitzer. Auch diesen Sommer wird es wieder stattfinden. Thomas Zwachte, Moderator auf der Distriktkonferenz, zitierte aus einem Dankesbrief: „Sie mochten alles: faszinierende Landschaften, freundliche Österreicher, die Ausflüge und neue Bekanntschaften. Es blieb keine Zeit für Langeweile. Dieser Urlaub hat den Kindern geholfen, eine Pause vom Krieg und all ihren Sorgen zu erhalten.“
Langeweile kommt auch bei Felix Spitzer nicht auf. Er steckt mitten in den Vorbereitungen für das kommende Sommercamp. Im Falle der drei Ausgezeichneten bedeutet der Award nicht das Ende ihres rotarischen Engagements.
























