Distrikt 1870

Gemeinsam für End Polio Now

von Dirk Möwius | 
 |  Lesezeit: 2 Minuten

Schüler sammeln, Ärzte klären auf, Rotarier informieren. Das Aktionsbündnis „Kupfercent gegen Kinderlähmung“ funktioniert als gemeinsames Hands-On-Projekt der rotarischen Familie.

Die beliebte Sammelaktion von Plastikdeckel für "End Polio Now" ist zu Ende gegangen. Der Wunsch zur Unterstützung von Polio Plus bleibt. Um dieses Leuchtturmprojekt von Rotary der Öffentlichkeit vorzustellen und weitere Spenden zu sammeln, wurde in Mönchengladbach ein Aktionsbündnis aus drei Rotary Clubs, dem Rotaract Club und dem Inner Wheel Club gegründet. Schirmherr ist der Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach, Hans Wilhelm Reiners. Die Aufklärung über Impfung, das Spendensammeln für End Polio Now und Öffentlichkeitsarbeit zu Polio Plus sind die Ziele eines Aktionsbündnisses in Mönchengladbach. Unterstützt wird es von Krankenhaus- und niedergelassenen Ärzten. Schulen wurden aufgerufen, Kupfercent-Münzen zugunsten End Polio Now zu sammeln. Es meldeten sich Gymnasien, Gesamtschulen und Grundschulen an, mehr als 200 Sammelboxen mit dem Logo von Rotary wurden an die Schulen ausgegeben. Huan Nguyen, Präsident RC Mönchengladbach-Niers und Initiator der Aktion: „Wenn jede Box nur zur Hälfte gefüllt sein sollte, dann würden knapp 10.000 Euro zusammen kommen. Die drei Rotary Clubs verdoppeln den Betrag auf 20.000 und die Gates Foundation verdreifacht auf 60.000. Jede Impfdose kostet etwa 20 Cent, somit könnten Hundert Tausende Dosen finanziert werden.“

Projekt läuft bis 30. März
Zum Welt-Polio-Tag trafen sich die Hauptakteure des Aktionsbündnisses (Rotarier, Ärzte, Schulvertreter) mit Sozialdezernentin Dörte Schall, um den Startgong für die Kampagne zu läuten. Zudem fanden zeitgleich an zwei Orten in der Stadt Infoveranstaltungen mit Beteiligung der Mitglieder aller Clubs statt. Der Besuch an den Infoständern war rege, man verteilte Flyer und führte angeregte Gespräche mit den Bürgern. Viele gingen zwischendurch nach Hause, um Kupfergeld zu holen, andere spendeten spontan. Auch Firmen erkundigten sich nach Sammelboxen. Die erste Aufklärungsveranstaltung fand in einem Gymnasium statt, knapp 100 Schüler aus drei Klassen der Stufe 9 nahmen daran teil. Sie wurden über die Bedeutung von Impfung anhand der Ausrottung von Pocken und der ankommenden Ausrottung von Kinderlähmung informiert. Darüber hinaus wurde über Impfung als solidarischer Akt besprochen: „Wer selbst geschützt ist, schützt auch die Umgebung“. Bis zum Jahresende kamen schon gut 10.000 Euro zusammen, weitere Aktionstage und Veranstaltungen sind für 2020 geplant. Das Projekt läuft bis zum 30. März und wird mit einem großen Festakt am 6. Juni zu Ende gehen.

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