04.01.2012

Eisenstadt/Oberwart-Hartberg

Rotary-Rad als Glücksbringer

Heinrich Marchetti-Venier

„Über den Tellerrand schauen und helfen – einmal vor der Haustür und dann über der Grenze“, lautet die vorweihnachtliche
Parole im Burgenland

Mit dem Rotary-Rad zugleich als Glücksrad für bedürftige Mitmenschen sammeln, unter dieser Devise handelte der RC Eisenstadt, als er seine Verkaufsveranstaltung in der Fußgängerzone der Landeshauptstadt startete. Dem Nachbarn Ungarn hatte man bereits im Sommer bei der Rotschlamm-Katastrophe beigestanden, jetzt diente die Aktion dem eigenen Umfeld. Zu Weihnachten konnten dadurch Geschenkpakete an bedürftige Familien verteilt werden, im Vorjahr um 6000 Euro.


Gleich zwei Initiativen hat der RC Oberwart-Hartberg gesetzt: Einmal richtete man – bereits im Berufsdienst damit erfahren – eine Internetplattform unter www.sofie.or.at ein, auf der soziale Vereine ihren Bedarf unter dem Titel „Verschenken statt wegwerfen“ anmelden und Privatleute wie Firmen jene Sachen anbieten können, die andere brauchen. Zum Zweiten wurde im ungarischen Köszeg/Güns ein Vorhaben für Arme und Obdachlose schrittweise in die Tat umgesetzt. Dort umfasst der Kreis der von Armut betroffenen Menschen 700 Familien.

 

Deshalb haben vor zwei Jahren Rot. Michael Glavanovits und sein Club mit Brotlieferungen begonnen, dann mit 5000 Euro Zuschuss einen Secondhandshop namens „Phönix“ mit eingerichtet und jetzt im Obdachlosenheim Hilfe zur Selbsthilfe verwirklicht. Durch den Neubau des Altenheims kann der Vorgängerbau für 30 Obdachlose genutzt werden und zugleich ein Gemüsegarten entstehen – zur Selbstversorgung oder um die Produkte im Secondhandshop zu verkaufen. Neueste Errungenschaft wird eine vom Club vorgesehene Werkstätte zwecks beruflicher Integration der Obdachlosen sein. Zudem sind nun 170 Weihnachtspakete überreicht worden. So ist dem rotarischen Gemein- und Berufsdienst örtlich und international gedient, denn doppelt hält einfach besser.

Erschienen in Rotary Magazin 1/2012

Heinrich Marchetti-Venier

DDr. Heinrich Marchetti-Venier wurde in Oberösterreich geboren. Nach dem Abitur nahm er ein Studium des Lehramtes sowie der Geistes- und Naturwissenschaften an den Universitäten Salzburg auf, es folgten die Stationen, Wien, München, Bochum, Turin, Strasbourg und Washington. Anfangs Tätigkeit in der Raumordnung, später als Historiker und Privat-Gutachter sowie Autor. Er hatte lange Zeit das Amt des Distriktberichters für die österreichischen Distrikte D 1910 und 1920 inne. Heinrich Marchetti-Venier starb im November 2015.

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