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Fellowships

Wenn Rotary Ferien macht

Fellowships - Wenn Rotary Ferien macht
Die Mitglieder der Motorrad-Fellowship aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unternehmen etwa zwölf Touren pro Jahr in aller Welt. © Privat

Vor über 80 Jahren wurde bei Rotary erstmals ein internationaler Freundeskreis zum beruflichen Austausch beziehungsweise zum gemeinsamen Freizeitvergnügen eingerichtet. Die sogenannten Fellowships sind die Gruppen bei Rotary, in denen einmal nicht das Wohl anderer im Vordergrund steht, sondern die Interessen der Mitglieder

Matthias Schütt27.04.2011

Fellowship ist der grundlegende Begriff bei Rotary, und zwar in doppelter Bedeutung. Unmittelbar bezeichnet das Wort das, was wir freundschaftliche Begegnung nennen: die auf Sympathie und gleichgerichtete gesellschaftliche Ideale gründende Kameradschaft oder eben Freundschaft erwachsener Bürger, die sich in einem Rotary Club zusammenschließen. Ohne ihre Freundschaft gäbe es den Club nicht und auch keine gemeinnützigen Projekte, die erst aus der Fellowship hervorgehen. Weil dieser Begriff so zentral ist, wurde er auch als Gattungsbezeichnung für international tätige Gruppen gewählt, die bei Rotary eine Sonderstellung einnehmen. Sie gehören zwar zu den „Global Networking Groups“, sind aber im Unterschied zu den „Rotary Action Groups“ keine auf einen konkreten humanitären Zweck gerichtete Initiativen, sondern Treffpunkte, bei denen es – nicht ausschließlich, aber in erster Linie – um das Vergnügen der Rotarier an der Gemeinschaft Gleichgesinnter geht: sei es im beruflichen Kollegenkreis oder auch beim Ausüben desselben Freizeitvergnügens. Das Spektrum der offiziellen, das heißt von Rotary International anerkannten Fellowships reicht von Amateurfunk bis Weinverkostung, umfasst derzeit 55 Gruppen und weist ein starkes Ungleichgewicht zwischen beruflichen Gruppen (eine Handvoll) und dem großen Rest auf (siehe komplette Liste unter www.rotary.org).
Matthias Schütt

Matthias Schütt ist selbständiger Journalist und Lektor. Von 1994 bis 2008 war er Mitglied der Redaktion des Rotary Magazins, die letzten sieben Jahre als verantwortlicher Redakteur. Seither ist er rotarischer Korrespondent des Rotary Magazins und seit 2006 außerdem Distriktberichterstatter für den Distrikt 1940.