Auf dem Weg zum Abitur - Schüler mit Migrationshintergrund erhalten Förderung

Glückliche Träger eines Stipendiums: Alle Geförderten haben ausländische Wurzeln. © Rotary

10.12.2014

Auf dem Weg zum Abitur 

Schüler mit Migrationshintergrund erhalten Förderung

Martin W. Huff

Rilind Sahitaj aus Traben-Trarbach ist einer von acht Stipendiaten, die von der START-Stiftung und dem Rotary Club Mittelmosel-Wittlich gefördert werden

„Null Bock“ – das trifft auf die vier Mädchen und vier Jungen mit Migrationshintergrund nicht zu, die jetzt in Rheinland-Pfalz in das START-Stipendienprogramm aufgenommen werden. Als Voraussetzung dafür bringen sie gesellschaftliches Engagement und gute schulische Leistungen mit. Zudem überzeugen die Teenager zwischen 15 und 17 Jahren mit vielseitigen Interessen. Auf ihrem Weg zum Abitur oder Fachabitur begleitet sie START, die größte deutsche Förderinitiative für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, die in Rheinland-Pfalz von mehreren großen Stiftungen, dem Bildungsministerium in Mainz und  u.a. auch vom RC Mittelmosel-Wittlich getragen wird.

Talente frühzeitig fördern

Die Kombination aus materieller und ideeller Förderung soll den Schülern ermöglichen, „ihr Potenzial weiter zu entfalten, indem ihnen zusätzliche Schlüsselqualifikationen für die schulische und berufliche Laufbahn sowie für eine aktive Mitgestaltung des gesellschaftlichen Lebens vermittelt werden”, erläutert Andrea Bartl, Geschäftsführerin der START-Stiftung gGmbH. Dazu erhalten sie Einladungen zu Bildungsseminaren, aber auch Zugang zu Kulturveranstaltungen, Exkursionen in Unternehmen sowie Beratungsangebote für die weitere Ausbildungs-, Studien- und Lebensplanung.

Für den 1998 geborenen Rilind Sahitaj, dessen Eltern aus dem Kosovo stammen, hat der RC Mittelmosel-Wittlich einen Teil des Erlöses aus seiner Weinbörse im Frühjahr 2014 zur Verfügung gestellt. Der 16-Jährige engagiert sich nicht nur als Klassensprecher und in der Schülervertretung, sondern auch im Altenheim Traben-Trarbach, in dem seine Mutter arbeitet. Dort bietet der junge Mann Spiele und Training an. Für den Club ist die Unterstützung von Rilind ein Signal, dass das Engagement der Schüler mit Migrationshintergrund anerkannt wird und ihr Potenzial gefördert werden soll.  

 

Erschienen in Rotary Magazin 12/2014

Martin W. Huff
Martin W. Huff wurde 1959 in Köln geboren. Nach seinem Jura-Studium arbeitete er bei verschiedenen Verlagen in diversen Redaktionen und Funktionen, zuletzt als Chefredakteur und Leiter Unternehmenskommunikation. Derzeit ist Martin Huff Vorsitzender des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit und Sprecher der Rechtsanwaltskammer Köln. Das Amt des Distrikberichterstatters für D 1810 nimmt er seit Juli 2012 wahr.

Rotary Magazin 9/2016

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