Distrikt 1810

Projekt - Schallschutz für Lebenshilfe?-?Werkstatt

Lebenshilfe-Vorsitzende Prof. Dr. Susanne Schwalen und der Präsident des Rotary Clubs Neandertal, Herbert Lichtnecker, in einem der Räume, die einen Schallschutz bekommen sollen © Christian Beier

14.11.2014

Projekt 

Schallschutz für Lebenshilfe?-?Werkstatt

Martin W. Huff

Seit Jahren leiden die Menschen mit Handicap und ihre Betreuer unter Lärm – bald ist damit Schluss

Mit zwei Handgriffen macht Herbert Licht­necker das Problem deutlich. Er schiebt einen Stuhl über den Boden und schlägt einen Löffel gegen ein Kaffeetasse. Es scharrt und klirrt, der Schall scheint sich in dem hohen Raum fortzupflanzen und zu verstärken. Das Lärmproblem gibt es nicht nur in der Kantine des heilpädagogischen Arbeitsbereichs der Lebenshilfe-Werkstatt für Menschen mit Behinderung, sondern in allen Gruppenräumen. „Schall ist ein sehr negatives Erlebnis“, sagt Lichtnecker. „Dagegen müssen wir etwas tun.“ Nun ist der Umweltmediziner nicht nur Betriebsarzt der Lebenshilfe, sondern auch Präsident des Rotary Clubs Neandertal. Mit einer großzügigen Spende will der Serviceclub die Lebenshilfe unterstützen. 20.000 bis 25.000 Euro sollen in Schallschutz investiert werden.


80 Menschen mit schwersten Behinderungen arbeiten in dem Gebäude an der Alsenstraße, betreut von 20 Mitarbeitern der Lebenshilfe. „Wir haben Gruppen von fünf bis acht Leuten. Einige machen einfache Arbeiten, sortieren etwa Teile“, erklärt Standortleiter Alexander Hann.


Baubeginn Anfang 2015


„Von den Betreuern bekommen wir die Rückmeldung, dass es zu laut ist“, berichtet Lichtnecker. Einige Menschen mit Handicap reagierten auf den hohen Geräuschpegel mit zunehmendem Schreien, Autisten zögen sich zurück. Auch für die Betreuer sei die Belastung groß, sagt Hann.


Lamellen an den Decken und Verkleidungen an den Backsteinmauern sollen den Schall künftig aufnehmen und nicht mehr zurückwerfen. Rotarier Herbert Lichtnecker rechnet mit einem Baubeginn Anfang 2015. Mit 10.000 Euro habe man bereits die Hälfte der Summe zusammen. Den Rest sollen Spendenaufrufe und Aktionen wie ein Bilderverkauf einbringen.


„Wir sind dem Rotary Club Neandertal extrem dankbar“, sagt die Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe Solingen, Prof. Dr. Susanne Schwalen. Der heilpädagogische Arbeitsbereich sei stark ausgeweitet worden. „Der Schallschutz ist seit Jahren angedacht, aber nie umgesetzt worden.“

 

Anja Kriskofski, Solinger Tageblatt

Erschienen in Rotary Magazin 11/2014

Martin W. Huff
Martin W. Huff wurde 1959 in Köln geboren. Nach seinem Jura-Studium arbeitete er bei verschiedenen Verlagen in diversen Redaktionen und Funktionen, zuletzt als Chefredakteur und Leiter Unternehmenskommunikation. Derzeit ist Martin Huff Vorsitzender des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit und Sprecher der Rechtsanwaltskammer Köln. Das Amt des Distrikberichterstatters für D 1810 nimmt er seit Juli 2012 wahr.

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